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Iran: Regimekräfte schießen offenbar auf Demonstranten in Zahedan

Einen Tag vor dem Jahrestag des sogenannten "blutigen Freitags" haben Regimekräfte in der iranischen Stadt Zahedan offenbar auf Demonstrierende geschossen. Es gibt Verletzte, darunter Kinder.

In der Stadt Zahedan im Südosten Irans sind am Freitag laut Menschenrechtsorganisationen sogenannte Sicherheitskräfte mit Schüssen und Tränengas gegen Proteste vorgegangen. Mindestens 23 Menschen seien verletzt worden, darunter mindestens vier Kinder, teilte die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw mit. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

In Zahedan jährt sich am 30. September erstmals der "blutige Freitag". An diesem Tag haben sogenannte Sicherheitskräfte im vergangenen Jahr laut Amnesty International mindestens 66 Menschen getötet. Hunderte Menschen wurden demnach verletzt. Sie waren in der Hauptstadt der Provinz Sistan-Belutschistan nach dem Freitagsgebet gegen das Regime auf die Straße gegangen.

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Videos zeigen Menschen, die Verletzte wegtragen

Die Sicherheitskräfte schossen damals laut Amnesty mit scharfer Munition, Metallkugeln und Tränengas auf Demonstrierende und Umstehende. Zahedan gilt seither als Hochburg der Proteste gegen die islamische Staatsführung, denn seit damals ging die Bevölkerung jede Woche Freitag gegen das Regime auf die Straßen.

Auch die deutsche Europaabgeordnete Hannah Neumann schrieb am Feitag auf der Online-Plattform X (ehemals Twitter) von Gewalt gegen Demonstranten in Zahedan. Videos, die auf X verbreitet wurden, zeigen eine Demonstration, bei der Schüsse zu hören sind. Zu sehen sind auch Menschen, die Verletzte wegtragen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna wies die Berichte als falsch zurück. In Zahedan habe es keine Versammlungen und demnach keine Schüsse gegen Demonstranten gegeben. Zahlreiche Videos von örtlichen Menschenrechtsorganisationen widerlegen das.