Germany

Jens Spahn warnt vor Delta-Variante: „Kann Erfolge der Pandemie-Bekämpfung infrage stellen“

Die Delta-Variante ist auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn könnte das auch Öffnungsschritte wieder infrage stellen.

Kassel/Berlin - Die Delta-Variante hat das Potenzial, die „Erfolge in der Pandemiebekämpfung wieder infrage zu stellen.“ Diese mahnenden Worte fand Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Jetzt gehe es darum, das Impftempo in Deutschland weiter aufrechtzuerhalten, so Spahn. Vor allem die Zweitimpfungen seien wichtig. Die Frage sei laut Spahn nicht, ob die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante (B.1.617.2) die Alpha-Variante in Deutschland als vorherrschende Corona*-Variante ablösen werde, sondern wann und unter welchen Bedingungen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die Ausbreitung der Delta-Variante in Deutschland könnte den Erfolg der Impfkampagne infrage stellen, mahnt Gesundheitsminister Jens Spahn.

Corona: Spahn warnt vor Ausbreitung der Delta-Variante

Die Verbreitung der Delta-Variante geschehe auf niedrigem Niveau, aber eben schnell. In Großbritannien zeige sich, dass bei einer starken Ausbreitung auch vorgesehene Öffnungsschritte wieder infrage gestellt werden könnten. Dies gelte es zu vermeiden. Wenn alle vorsichtig blieben, gebe es Anlass zur Zuversicht. „Das kann ein guter Sommer werden“, sagte Jens Spahn.

Aktuell liegt der Anteil der Delta-Variante bei 6,2 Prozent. Das geht aus dem jüngsten Bericht des Robert-Koch-Instituts hervor. Die in Indien entdeckte Corona-Variante steigerte ihren Anteil an den Neuinfektionen binnen einer Woche deutlich. Zuvor hatte der Anteil bei 3,7 Prozent gelegen. In Niedersachsen stiegt die Corona-Infektionen mit der Delta-Variante* ebenfalls deutlich an.

Corona-Impfung zur Eindämmung der Delta-Variante – Spahn kündigt erneut Impfangebot für alle an

Der Fokus liegt daher auf der Corona-Impfkampagne. Jens Spahn zeigte sich zuversichtlich, dass in den kommenden Wochen allen Impfwilligen ein Impfangebot gemacht werden könne, „wenn nichts dazwischen kommt“, so das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Mittlerweile hat die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland mindestens die erste Impfdosis erhalten.

Die Quote der erstgeimpften Bürgerinnen und Bürger lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag bei 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung oder 41,66 Millionen Menschen. 29,6 Prozent hatten demnach bereits den vollen Schutz – knapp 25 Millionen Menschen. Das bedeutet jedoch auch, dass viele Millionen Menschen in Deutschland noch ungeschützt oder erst teilweise gegen Corona geschützt sind. Eine einmalige Impfung biete noch nicht genügend Schutz vor einer Infektion, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler Anfang Juni. (sne/dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Carsten Koall/dpa

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