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Jetzt auch mit Anhängerkupplung: Aston Martin DBX zum An- und Abhängen

Nun stellt auch Aston Martin ein Power-SUV her. Der hochgelegte Brite mit dem Kürzel DBX kann einiges im Gelände, noch mehr auf der Straße und er lebt ein paar echte Spleens aus. In Summe bleibt das erste SUV von Aston Martin very british.

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Ja, dem Testwagen fehlt die Anhängerkupplung. Dennoch kann der DBX, wenn sie denn am Heck ist, 2,7 Tonnen ziehen.

(Foto: Fabian Hoberg)

Endlich kann man mit einem Aston Martin einen Anhänger ziehen. Darauf mussten Fans der britischen Marke seit 107 Jahren warten. Ob sie das wirklich taten, sei dahingestellt, denn bisher produziert das 1913 gegründete Unternehmen vorwiegend Sportwagen, gerne auch Dienstwagen für James Bond, 007, Film-Geheimagent im Auftrag seiner Majestät. Ab August werden die, die tatsächlich auf ein Zugfahrzeug von Aston Martin gewartet haben, erlöst: Mit dem neuentwickelten DBX auf einer eigenen Fahrzeugplattform bieten die Briten nämlich erstmals ein SUV und somit auch eine Anhängerkupplung an. Ja, natürlich kann ein SUV von Aston Martin mehr, als nur einen schnöden Trailer an den Haken zu nehmen.

Von außen erkennen Aston-Fans den DBX am typischen Kühlergrill aus Aluminium, den mandelförmigen Scheinwerfern, dem handgemachten Emblem auf der Motorhaube, den beiden Schlitzen weiter seitlich und dem geschwungenen Heck. Die seitlichen Luftauslässe münden in Sicken und Linien, die Fensterflächen laufen nach hinten spitz zu. Ein schmales Lichtband verbindet die beiden Heckleuchten. Mit 5,04 Metern Länge, 2 Metern Breite und 1,68 Meter Höhe erreicht der DBX sogar die Dimensionen des Konkurrenten Bentley Bentayga.

Edel bis in die letzte Faser

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Natürlich hat Aston Martin auch dem DBX eine sehr sportliche Silhouette verpasst.

(Foto: Fabian Hoberg)

Wer die Tür öffnet, freut sich über die elegant aus dem Blech fahrenden Griffe, die sich sanft in die Handflächen schmiegen. So leicht sich die Portale auch öffnen lassen, so kraftvoll müssen Passagiere sie zuziehen. Das soll kein Krafttraining sein, sondern die robuste und massive Anmutung unterstützen, heißt es bei Aston Martin. Dickes, handschuhweiches Leder überspannt das Armaturenbrett und legt sich an manchen Ecken sanft in Falten. Alles reine Handarbeit, erklären die Briten. Nähte, Perforierung und Steppung an Sitzen und Armaturenbrett sehen elegant und hochwertig aus, dazu liegt ein dicker Teppich auf dem Boden. Das mag sich jetzt nach purem Protz anhören, ist es aber nicht. Hinzu kommen rahmenlose Scheiben und ein Alcantara-Himmel. Britisches Understatement vom Feinsten. Ungewohnt ist nur, dass die runden Knöpfe für das Automatikgetriebe oberhalb des Entertainmentsystems liegen.

Einmal daran gewöhnt, werden die Vorzüge schnell klar: Der Mitteltunnel wirkt aufgeräumter, trotz Schlüsselfach und Dreh-Drück-Steller. Darunter findet sich ein weiteres Fach, ebenso wie unter der Armlehne. Hinter dem gepolsterten Lenkrad liegen zwei Schaltwippen aus dickem Aluminium. Allerdings verzichtet Aston Martin auf ein aktuelles Entertainmentsystem mit Touchscreen-Funktion, dafür gibt es eins mit Dreh-Drück-Regler. Das Ganze stammt übrigens aus der noch aktuellen Mercedes E-Klasse, nur ohne dessen Infotainmentsystem MBUX. Nicht besonders vorteilhaft sind die Bedientasten der elektrischen Fensterheber im Türgriff. Die liegen einfach viel zu weit hinten, als dass sie bequem bedient werden könnten.

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Auch in der zweiten Reihe finden die Reisenden in einem Aston Martin DBX ausreichend Platz.

(Foto: Aston Martin)

Dass Aston Martin dennoch Sinn für das Praktische hat, zeigt sich bei den Fondsitzen. Dank des großen Radstands von 3,06 Metern sitzen nun auch großgewachsene Menschen im Fond bequem, wenn es sein muss, auch über Stunden. Dazu kommt ein Kofferraum, der den Namen verdient: 632 Liter Stauraum bietet er, dazu kommen noch 62 Liter im doppelten Ladeboden. Wem der Platz nicht reicht, der kann Dachträger für Skier, Surfbrett oder eine Dachbox ordern. In elf unterschiedliche Options-Paketen befindet sich das nötige Zubehör.

Bis zu 2,7 Tonnen am Haken

Beschränkte sich Aston Martin bisher auf die Stärken Design und Leistung, erweitert der DBX das Spektrum um ein gerüttelt Maß an Funktionalität. Bis zu 2,7 Tonnen kann der DBX ziehen und bis zu 100 Kilogramm auf dem Dach transportieren. "Mit dem DBX haben wir ein durchaus praktisches Alltagsauto entwickelt. Eines, das zwar extrem sportlich fährt, aber dank seiner vielen Möglichkeiten jeden Tag sehr nützlich sein wird", sagt Matt Becker, Chefentwickler bei Aston Martin. Vor allem die absatzstarken Märkte USA, Russland und China verlangen nach solch einem robusteren SUV.

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632 Liter Stauraum bietet das Gepäckabteil des Aston Martin DBX.

(Foto: Fabian Hoberg)

Damit der DBX sportlich bleibt, arbeitet unter der Haube der von Mercedes-AMG zur Verfügung gestellte 4,0-Liter-V8-Biturbo, der im SUV immerhin 550 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment leistet. Für den schnellen Gangwechsel sorgt eine Neungang-Automatik. Aus dem Stand sprintet der über 2,2 Tonnen schwere Brite in 4,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 291 km/h. Warum so schnell? "Weil der DBX es kann, wir wollten ihn nicht abregeln", erklärt Matt mit trockenem britischen Humor. Weniger lustig ist der Verbrauch. Den gibt Aston Martin laut WLTP mit 14,3 Litern an, in der Realität kommt da noch der eine oder andere Liter drauf.

Auf dem Testgelände Millbrook in England fährt sich der DBX lange neutral, wedelt leichtfüßig durch enge und schnelle Kurven. Trotz des hohen Schwerpunkts neigt sich der Wagen dank einer aktiven Rollkontrolle nur wenig zu einer Seite. Hilfreich sind bei der Kurvenhatz auch der elektronisch geregelte Allradantrieb und ein ebensolches Differential. Wenn es wirklich mal eng wird, kann das gesamte Drehmoment auch an die Hinterräder geschickt werden.

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Im Innenraum setzt Aston Martin auch beim DBX auf edles Leder und Handarbeit.

(Foto: Fabian Hoberg)

Zudem darf sich der Fahrer über präzise Fahrzeugreaktionen und kontrollierte Aufbaubewegungen freuen. Wer sich mit dem DBX in den Hochgeschwindigkeitsbereich wagt, der wird sich über die Frontsplitter freuen. Allein die sorgen, wenn der Wind hineinfährt, mit 120 Kilogramm für Abtrieb. Hinzu kommen 50 Kilogramm durch den Ducktail-Spoiler am Heck. Wer also mit Überschallgeschwindigkei fliegt, sollte im DBX dennoch stabil auf der Straße liegen. "Wir haben viel Zeit auf dem Nürburgring und auf deutschen Autobahnen verbracht, um den DBX auch bei hohen Geschwindigkeiten fein auszutarieren", erklärt Becker.

Natürlich kann der auch ins Grobe

Von den fünf Modi Terrain, Terrain+, GT, Sport und Sport+ fährt der DBX im GT-Programm entspannt und dezent zurückhaltend. Bei Sport schärft das System Lenkung, Fahrwerk, Getriebe und Gasannahme merklich, legt die Karosserie zudem tiefer, in Sport+ wird es härter und zusätzlich öffnen sich die Auspuffklappen. Dann verliert der Aston seine Contenance und brüllt jedem, egal ob er es wissen will oder nicht, seine V8-Leistung entgegen.

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Der Aston Martin DBX kann natürlich auch Gelände. Ist ja ein SUV.

(Foto: Aston Martin)

Nun soll sich der DBX aber nicht nur auf dem Asphalt bewegen können. Um auch abseits befestigter Straße zu bestehen, findet der Pilot unter den Fahrprogrammen auch Terrain und Terrain +. Sind die eingestellt, hebt sich die Karosserie dank des Dreikammer-Luftfahrwerks mit adaptiven Dämpfern 45 Millimeter nach oben; kürzere Überhänge vorn und hinten bieten große Böschungswinkel. Steile Hänge kraxelt der Brite locker hoch, am Hang hilft eine Bergabfahrhilfe. Die schnarrt zwar laut und regelt damit die Bremse, bringt die Fuhre aber sicher auf die Ebene. Selbst flache Flussdurchfahrten sind nun mit einer Wattiefe von 50 Zentimetern möglich. Die wenigsten DBX-Besitzer werden zwar mit ihrem Fahrzeug ins Gelände gehen, aber es ist gut zu wissen, dass man es könnte, wenn man nur wollte.

Mit dem DBX ist die Palette aber noch nicht ausgereizt. Neben dem V8 wären ein Plug-in-Hybrid oder eine andere Karosserievarianten wie zum Beispiel ein Siebensitzer und ein Coupé denkbar. "Es wird noch Alternativen geben", verspricht Matt Becker. Doch bevor die kommen, müssen Interessenten für einen DBX tief in die Tasche greifen. Beim Preis übertrifft der DBX selbst den Bentley Bentayga locker: Während der mindestens 175.644 Euro kostet, der Range Rover SV 176.437 Euro, verlangt Aston Martin in Deutschland für den DBX mindestens 193.500 Euro. Einziger Trost: Die Anhängerkupplung ist bereits im Preis enthalten.

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