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Kämpfer für mehr Bäume

Die stattliche Linde an der Bahnhofstraße (Foto von 1992) wurde ein Jahr nach der Foto-Aufnahme gefällt. Die Agenda-21-Gruppe setzt sich für Baum-Pflanzungen im Ort ein. Denn gerade große Bäume werden mehr und mehr zur Rarität.

Agenda-21 in Petershausen entwickelt Ideen

Kämpfer für mehr Bäume

Petershausen - Die Zusammenkunft der Gruppe, in der sich gut ein Dutzend Petershausener für Nachhaltigkeit vor Ort und in allen Lebensbereichen einsetzt, fand erstmals unter neuer Leitung statt: Koordiniert wird die Gruppe seit Juli von Mathilde Adler, die von Alexander Heisler unterstützt wird.

Großen Raum nahmen in der Diskussion „grüne“ Themen ein. So will sich die Agenda-Gruppe dafür engagieren, dass mehr Bäume gepflanzt werden – in Petershausen oder anderswo in der Welt. Adler bat darum, überregionale Aufforstungsinitiativen zu unterstützen, aber auch im Ort für Neupflanzungen zu werben. Denn jeder Baum kompensiert nicht nur ein wenig vom menschengemachten Kohlendioxidausstoß, sondern hilft konkret mit, in künftig immer wärmer werdenden Sommern das Dorf zu kühlen.

Neupflanzungen seien deshalb nicht nur auf Ausgleichs- oder Biotopflächen sinnvoll, wo gerade auch der Bund Naturschutz bereits aktiv ist. Wichtig wäre, das betonte Lydia Thiel mit Nachdruck, dass wieder explizit Baumarten gepflanzt werden, die eine stattliche Höhe erreichen. Denn es brauche wieder mehr „größere Bäume mitten im Ort“. Mit diesem Ziel will man Besitzer von Grundstücken ansprechen, die Gemeinde sensibilisieren, Aufmerksamkeit für das Thema erzeugen.

Um mehr Kenntnisse über die vorhandene Natur zu gewinnen, hält Koordinatorin Adler auch eine Veranstaltung zu essbaren Pflanzen für eine gute Idee. Beschäftigen will man sich zudem mit Permakultur als einer Wirtschaftsform, die auf kleiner Fläche eine enorme Diversität zu erzeugen vermag. Dazu sind eine Info-Veranstaltung sowie Filmabende geplant.

Dieses Potpourri von Aktivitäten soll ab dem Frühjahr als Veranstaltungsreihe zum Jubiläumsjahr starten, denn die Agenda-21 feiert im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Da, so Adler, „sollten wir etwas Großes planen“. Und zwar möglichst in Kooperation mit anderen Gruppen wie dem Bund Naturschutz oder dem Gartenbauverein.

Aber auch das Thema Mobilität soll erneut angepackt werden. Eine neu gegründete Projektgruppe wird Vorschläge erarbeiten, um die Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern. Überlegt werden soll, ob Fahrradstraßen oder -zonen auch in Petershausen eine Alternative wären, wo Teile des schon geplanten Fahrradrings vielleicht schneller realisiert werden könnten. Auch Kontakt zu den Schulweghelfern will man aufnehmen, da diese Ehrenamtlichen vielleicht wertvolle Hinweise auf Gefahrenstellen im Ort geben könnten.