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Kaul will es besser machen: Schäfer kämpft sich nach Impf-Horror zurück

Kaul will es besser machen Schäfer kämpft sich nach Impf-Horror zurück

Die schweren Nebenwirkungen einer Corona-Impfung werfen Siebenkämpferin Carolin Schäfer mitten in den Olympia-Vorbereitungen aus der Bahn. In Ratingen will sich die 29-Jährige nun doch noch den Traum von Tokio erfüllen. Auch Weltmeister-Kollege Niklas Kaul muss den Sack noch zu machen.

Carolin Schäfer durchlebte den Albtraum, vor dem sich wohl jeder Sportstar in Deutschland fürchtet. Ausgerechnet die Impfung gegen das Coronavirus gefährdet den Olympia-Traum der Siebenkämpferin. "Sehr stark" seien die Nebenwirkungen nach dem Piks gewesen, meinte die 29-Jährige und musste daraufhin ihren Start Ende Mai in Götzis absagen. Das Mehrkampf-Meeting in Ratingen am Wochenende ist nun Schäfers wohl letzte Chance.

"Das Leben hat seine Höhen und Tiefen. Ich werde aufstehen, wie immer", schrieb Schäfer zuletzt in den sozialen Medien. Dabei hatte sich die Vizeweltmeisterin von 2017 bei der Impfung gefühlt, als bekäme sie "Gold gespritzt". Doch anstatt danach befreit von Sorgen um eine Corona-Infektion die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) anzugehen, hieß es für die Trainingspartnerin von Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul erst einmal wieder fit werden.

Rechtzeitig vor der Ticketvergabe in Ratingen sei nun "alles so weit behoben, sodass sie mit Freude rangehen kann", sagte Mehrkampf-Bundestrainer Frank Müller. Immerhin: Wegen der Pandemie zählen Schäfers 6426 Punkte aus dem Jahr 2019 bereits als Olympia-Norm (6420), doch die EM-Dritte muss noch einen Leistungsnachweis von 6250 Punkten liefern.

Gelingt Schäfer dies nicht, und die anderen Olympia-Kandidatinnen wie Vanessa Grimm (Königstein) sowie Sophie Weißenberg und Anna Maiwald (beide Leverkusen) verpassen die Norm, winkt noch der Olympia-Umweg über das sogenannte World Ranking: Hier könnte ein Platz unter den Top 24 reichen, Schäfer ist derzeit Zehnte.

Auch Kaul ist noch nicht durch

Dass selbst Kaul noch nicht endgültig für Tokio gesetzt ist, liegt an seinem mäßigen Auftritt in Götzis mit 8263 Punkten. Die Norm hat der Goldjunge von Doha aber auch schon in der Tasche und es ist nahezu ausgeschlossen, dass drei deutsche Zehnkämpfer am Ende in Ratingen über dem Richtwert von 8350 Punkten liegen werden. Aber Kaul wird dennoch auf Nummer sicher gehen und zumindest den ersten Tag vor immerhin 250 zugelassenen Zuschauern bestreiten.

Der 23-Jährige werde "den ersten Tag von den 100 bis zu den 400 m richtig marschieren. Er will zeigen, dass er ein höheres Leistungsniveau hat, als er in Götzis unter Beweis stellen konnte, wo er noch in alte Muster verfallen ist", sagte Müller. Danach will Kaul entscheiden, ob er weitermacht. Aber es ist wahrscheinlicher, dass er am Sonntag nur noch seine Trainingspartnerin Schäfer anfeuert.

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