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Kirchhof wehrt Füchse-Angriff ab und distanziert Berlin nach der Pause

Das, was nach 13 Minuten eine klare Sache zu werden versprach, wurde es schließlich auch. Doch dazwischen muckte der Gast merklich auf und wurde doch wieder in die Schranken verwiesen. „Ein Spielverlauf“, so Christian Denk, „der unseren Sieg noch aufwertet.“ Am Ende konnte sich der Trainer der SG 09 Kirchhof über einen 31:22 (15:12)-Erfolg des heimischen Handball-Zweitligisten gegen die Spreefüxxe Berlin freuen, weil sich seine Schützlinge nach kurzzeitigem Verlust der Spielkontrolle wieder fingen und die 600 begeisterten Zuschauern in der Melsunger Stadtsporthalle mit einer bärenstarken zweiten Hälfte entzückten.

Den Anfang macht die erneut torhungrige Diana Sabljak mit ihrem Treffer zum 16:12 (32.). Damit hatten die Gastgeberinnen in doppelter Unterzahl kein Tor zugelassen, selbst dagegen zwei Mal getroffen - und damit den Angriff des Gegners abgewehrt. Der hatte nach schnellem 5:10-Rückstand (13.) doch noch mal vielversprechend ins Spiel zurück gefunden. Zwei verworfene Siebenmeter (Sabljak, Visser), Wechsel, die nicht fruchteten (Breiding für Svirakova), zwei „dumme Fouls“ (Rückraumspielerin Leona Svirakova) sowie zwei vergebene Chancen - schon war die Mannschaft von Goncalo Neto da Silva Miranda wieder dran.

Starke zweite Halbzeit

In höchster Not rechtfertigte Paula Küllmer ihre Einwechslung (17. für Katarzyna Deminaczuk) mit einigen spektakulären Paraden und spätestens nach Denks Halbzeitansprache war dann auch die enge Deckung für Diana Sabljak kein Problem mehr.

Ein Verdienst der zurück gewechselten Linkshänderin Svirakova, die meist zwei Gegenspielerinnen auf sich zog und trotz Bedrängnis noch das Auge für einen erfolgversprechenden Pass in den freien Raum hatte. Oder selber „ging“. Wie bei ihrem Treffern zum 24:17 (47.) und zum 25:18 (50.) - die Vorentscheidung. Damit entpuppte sich die 27-Jährige als beste Alternative für den rechten Rückraum, nachdem Neuzugang Michelle Urbicht (Todesfall in der Familie) kurzfristig ausgefallen war und weder Alena Breiding noch Sandra Szary ihre Bewährungschance nutzen konnten.

Die Berlinerinnen musste auf ihre Torjägerin Anna Blödorn verzichten, die nach ihrem Mittelhandbruch noch nicht wieder einsatzfähig war. Spielentscheidend war das laut Britta Lorenz nicht. „Einen souveränen Sieg“ attestierte die Füchse-Managerin der SG. Ließ aber offen, ob sie nicht zwischenzeitlich doch an eine Chance ihres neuformierten Teams geglaubt hatte. Demianczuk (2 Paraden/6 Gegentore), Küllmer (17/16), Siggard (n.e.); Lucas, Breiding, Boonkamp 6, Kühlborn 3, Svirakova 3, van der Linden, Sabljak 10/2, Szary 1, Bijan 5, Visser 3/1, Mai. Faßold (16/30), Krüger (bei einem 7m, 0/1); Kolosove 4/1, Ansorge, Krakat 2, Kunde 3, Momot, Humer 1, Wagenlader 3, Schwarz 2, Förster 1, Magg 6. Blunck/Maczeyzik. Z.: 600.

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