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Kommentar: Alle wollen doch nur das eine

Die Samstagsausgabe der „Sportschau“ ist eine der heiligen Kühe des ARD-Programms. Unantastbar, gefühlt immer schon da. Seit Anfang der 60er Jahre – mit Ausnahme der Spielzeiten, in denen RTL und Sat.1 die Rechte hatten – schaltet ein, wer die ersten Bilder der Fußball-Bundesliga im Free-TV sehen will. Und es ist noch gar nicht so lange her, da warb die ARD mit Fußball spielenden Neandertalern für das Format, während deren Frauen dem Treiben kopfschüttelnd zusahen. Ganz so plump preist das Erste die „Sportschau“ nun nicht mehr an. Mittlerweile dürfen in den Werbeclips auch Frauen mit auf dem Sofa sitzen.

Doch das war noch nicht alles. Am Donnerstag kündigte die ARD an, künftig auch Spiele der Frauenfußball-Bundesliga in der „Sportschau“ zu zeigen, wenn zunächst auch nur punktuell. Außerdem wird nun erstmals auch eine Frau Spiele kommentieren. Stephanie Baczyk gehört ab Samstag zusammen mit 17 Männern zum ARD-Team. Es sei gar nicht so einfach gewesen, jemanden zu finden, hatte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky betont. Angesichts des Spotts – und teilweise schon Hasses –, der ihrer ZDF-Kollegin Claudia Neumann im Netz entgegenschlägt, wenn sie Länderspiele kommentiert, ist das wohl auch kein Wunder.

Frauen, die Fußball spielen. Frauen, die über Fußball reden. Beides ist Alltag in Deutschland. Nun also auch endlich in der „Sportschau“. Und das ist gut so. Denn letztlich gilt ja für alle – Frauen und Männer – dasselbe: Die wollen doch nur spielen.

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