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Konflikt eskaliert – Israel unter Raketenbeschuss durch Hamas

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben nach Angaben der israelischen Armee am Montag insgesamt rund 150 Raketen auf Israel abgefeuert. Dutzende davon seien von der Raketenabwehr Eisenkuppel abgefangen worden, teilte das Militär am Abend mit. Die Raketenangriffe aus dem Palästinensergebiet sowie die Gegenangriffe der israelischen Armee dauerten auch am Montagabend an.

Die meisten Raketen der Hamas zielten auf den Süden Israels, aber auch in Jerusalem wurde Luftalarm ausgelöst. Mit ihrem Angriff auf Jerusalem überschritt die Hamas nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine rote Linie. Der Regierungschef kündigte eine harte Reaktion an. „Wir werden keinen Angriff auf unser Gebiet, in unserer Hauptstadt, auf unsere Bürger und Soldaten dulden“, sagte er. „Wer immer uns angreift, wird einen hohen Preis zahlen.“ Netanjahu warnte, die Gefechte könnten „eine Weile andauern“.

Israel reagierte nach eigenen Angaben mit Luftangriffen auf Ziele der Hamas im Gazastreifen. Die Gesundheitsbehörden dort erklärten, die Gefechte hätten 20 Menschen das Leben gekostet, darunter neun Kinder. 95 Menschen im Gazastreifen hätten Verletzungen erlitten.

Israels Armee teilte mit, drei Aktivisten der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas seien gezielt getötet worden. Außerdem sei ein Hamas-Angriffstunnel im Gazastreifen getroffen worden. Im Verteidigungsministerium in Tel Aviv begann am späten Montag eine Dringlichkeitssitzung des Ministerpräsidenten Netanjahu mit der Militärspitze.

Der militärische Hamas-Arm veröffentlichte am Montag ein Video, in denen militante Kämpfer mit Raketen und Abschussrampen zu sehen waren. „Jerusalem hat uns gerufen, und wir haben geantwortet“, hieß es darin. „Wenn ihr weitermacht, machen wir auch weiter.“

Die Hamas bezeichnete den Raketenbeschuss als Reaktion auf israelische „Verbrechen und Aggression“.

EU und USA fordern Ende der Gewalt

Die EU und die USA verurteilten die jüngsten Raketenangriffe auf Israel und forderten ein sofortiges Ende der Gewalt im besetzten Westjordanland und im Gazastreifen. Der Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen auf die Zivilbevölkerung in Israel sei völlig inakzeptabel und fache die Eskalationsdynamik weiter an, kritisierte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am späten Montagabend. Alle Verantwortlichen hätten nun die Verantwortung, gegen Extremisten vorzugehen. Die Vermeidung weiterer ziviler Opfer müsse Priorität haben.

US-Außenminister Antony Blinken äußerte sich ebenfalls „zutiefst besorgt“ über die Raketenangriffe aus dem Küstengebiet, das von der islamistischen Hamas beherrscht wird. „Auch wenn alle Seiten Schritte zur Deeskalation unternehmen (müssen), hat Israel natürlich das Recht, sein Volk und Territorium vor diesen Angriffen zu schützen.“ Letztlich müssten aber sowohl Palästinenser als auch Israelis dazu beitragen, die Spannungen zu reduzieren.

Maas: Alle müssen zivile Opfer verhindern

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) forderte „alle Seiten“ auf, zivile Opfer zu verhindern. „Raketenbeschuss auf die israelische Zivilbevölkerung ist durch nichts zu rechtfertigen – und erst recht kein Beitrag zur Lösung des Konflikts, sondern sinnlose neue Eskalation“, schrieb er am Montagabend auf Twitter. „Alle Seiten stehen in der Pflicht, weitere Opfer unter Zivilisten zu verhindern.“

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Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern war in den vergangenen Tagen gefährlich eskaliert. Am Wochenende kam es mehrfach zu schweren Zusammenstößen in Jerusalem, bei denen Hunderte Menschen verletzt wurden.

Wegen der angespannten Lage kam der UN-Sicherheitsrat in New York zu einer Sitzung hinter verschlossenen Türen zusammen.

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