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Konflikt in Äthiopien: Lage eskaliert – Staatschef schickt Truppen in Rebellenregion

Mekelle -

In Äthiopien hat der Ministerpräsident das Militär angewiesen, in die Hauptstadt der Konfliktregion Tigray einzumarschieren, nachdem am Mittwoch ein Ultimatum gegen die dortige Regierung abgelaufen war. Währenddessen hat die Lebensmittel- und Kraftstoffversorgung in der Region laut UN ein „sehr kritisches Niveau“ erreicht.  

Am Mittwochabend war das Ultimatum abgelaufen, das Ministerpräsident Abiy Ahmed der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) gestellt hatte, die in der nördlichen Konfliktregion Tigray an der Macht ist. Demnach hätte sich die TPLF innerhalb von 72 Stunden ergeben müssen.

Ministerpräsident über Konflikt in Äthiopien: „Es wird keine Gnade geben“

Den Bürgern der Hauptstadt Tigrays, Mekelle, hatte Abiy gedroht, wenn sie sich nicht von den Anführern der Tigray-Regionalregierung loslösten, werde es „keine Gnade“ geben. Die Tigray-Machthaber hatten daraufhin angekündigt, die Bevölkerung werde sich verteidigen.

Äthiopiens Regierung hatte vor zwei Wochen eine Offensive gegen die TPLF gestartet. Diese dominierte Tigray seit mehr als 25 Jahren, bis Abiy im Jahr 2018 an die Macht kam und die TPLF herausdrängte. Seitdem gibt es immer größere Spannungen. Auf Grundlage von Abiy´s Erklärung können nun Panzereinheiten und andere Verbände der äthiopischen Streitkräfte nach in die Hauptstadt Mekelle vordringen, nachdem sie den Rest der Region bereits zu großen Teilen unter Kontrolle gebracht haben und zehntausende Menschen bereits in den benachbarten Sudan geflohen waren.

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Nach Ablauf von Ultimatum: Äthiopisches Militär marschiert in Tigray ein

Die Einwohner der Stadt Mekkele rief Ministerpräsident Abiy am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung seines Büros auf, im Inneren von Gebäuden zu bleiben und sich von „militärischen Zielen“ fernzuhalten. Man werde sich während der Offensive bemühen, Zivilisten zu schützen. Auch etliche Stimmen der internationalen Gemeinschaft, darunter UN-Generalsekretär António Guterres, riefen zum Schutze der Zivilbevölkerung auf.

Währenddessen warnten Hilfsorganisationen vor einer humanitären Katastrophe. „Keine der Kriegsparteien ist gewillt, Hilfsorganisationen Zugang zu den notleidenden Menschen in Tigray zu gewähren“, kritisierten Caritas International, Misereor und die Sternsinger.

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Hilfsorganisationen warnen: Lebensmittelversorgung in Äthiopien erreicht „kritisches Niveau“

Zu den Opfern gehörten ältere Menschen, Schwangere, Kinder und Menschen mit Behinderungen, die nicht fliehen könnten. Zudem sei die Kommunikation mit den Menschen im Kampfgebiet nach wie vor weitgehend unterbrochen. Zudem teilten die Vereinten Nationen laut Berichten der „Süddeutschen Zeitung“ in einem neuen Bericht mit, dass die Lebensmittel- und Kraftstoffversorgung in Tigray mittlerweile ein „sehr kritisiches Niveau“ erreicht hätte.

Demnach seien Sprit und Bargeld bald nicht mehr verfügbar, mehr als eine Million Menschen seien aus ihren Wohnregionen vertrieben worden und Nahrungsmittel für fast 100.000 Flüchtlinge aus Eritrea würden in einer Woche aufgebraucht sein. Zudem hätten mehr als 600.000 auf Lebensmittelrationen angewiesene Menschen diesen Monat kein Essen erhalten.

Human Rights Watch spricht in Äthiopien von Verstoß gegen das Völkerrecht

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sprach im Zusammenhang mit der Behinderung von Hilfsmittelauslieferungen von einem Verstoß gegen das Völkerrecht, während die internationale Gemeinschaft beide Seiten zur Deeskalation aufrief. Abiy wies das als internationale „Einmischung“ zurück.

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