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„Kranker Rassismus“: Borussia-Coach kritisiert Professor für Skandal-Aussagen

Mönchengladbach -

Vor einigen Wochen ist Hertha-Profi Jordan Torunarigha (22) beim Pokalspiel auf Schalke Opfer rassistischer Beleidungen geworden. Als er nun den Artikel eines Berliner Wissenschaftlers las, konnte es der Youngster nicht fassen: „Hab selten sowas Dummes gelesen!“, twitterte Torunarigha und verlinkte einen Text der Online-Plattform „novo-argumente.com“.

René Maric kritisiert Berliner Professor

Darin schrieb Prof. Dr. Stefan Chatrath, mittlerweile ehemaliger Studiengangsleiter für Sport und Event Management an der University of Applied Sciences Europe, unter der zynischen Überschrift „Die Leiden des jungen Torunarigha“: „Fußballer, die professionell spielen, müssen Beleidigungen aushalten, das gehört dazu“ (hier lesen Sie mehr).

Und weiter: „Ist es legitim, den Gegner zu belei­digen, wenn mir das einen Wett­be­werbs­vor­teil ver­schafft? Ich denke: ja! Es ist alles erlaubt, solange der geg­ne­ri­sche Spieler phy­sisch nicht so stark geschä­digt wird, dass er aus­ge­wech­selt werden muss.“

René Maric fassungslos über Rassismus-Aussagen

Genauso wenig wie Torunarigha konnte Borussias Co-Trainer René Maric (27) fassen, was Chatrath in dem Artikel fabulierte, der inzwischen online nicht mehr verfügbar ist.

Seine Hochschule hat Chatrath bereits von allen Lehrtätigkeiten entbunden. Der Sportmarketing-Experte war auch Mitglied der wissenschaftlichen Kommission des Landessportbundes Berlin.

René Maric reflektiert und meinungsstark

Einmal mehr zeigt sich Maric damit als reflektierter und meinungsstarker Vertreter des Fußball-Geschäfts. In der Weihnachtszeit hatten ihm seine Twitter-Follower Fragen stellen dürfen, er wiederum spendete im Rahmen dieses persönlichen Adventskalenders jeden Tag für einen guten Zweck.

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In der Winterpause reiste Maric dann mit Borussias Athletiktrainer Patrick Eibenberger (32) nach Äthiopien zu einem Freund, um dort ehrenamtlich einen Trainer-Lehrgang zu geben. Maric war im Sommer mit Chefcoach Marco Rose (43) aus Salzburg an den Niederrhein gewechselt.