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Kritik an Einwanderungsgesetz: Elon Musk heizt politische Stimmung an US-Grenze auf

Kritik an Einwanderungsgesetz Elon Musk heizt politische Stimmung an US-Grenze auf

Musk hat ein eigenes Interesse daran, sich für den US-Bundesstaat Texas einzusetzen, da zwei seiner Unternehmen dort einen Sitz haben.

Musk hat ein eigenes Interesse daran, sich für den US-Bundesstaat Texas einzusetzen, da zwei seiner Unternehmen dort einen Sitz haben.

(Foto: REUTERS)

Immer wieder mischt sich Elon Musk in politische Themen ein. Diesmal hat er sich dem Einwanderungsproblem der USA angenommen. Dafür fährt er die Grenze in Texas und streamt seinen Besuch live auf X. Der Vorwurf: Politiker kümmerten sich mehr um die ukrainische Grenze als um die US-Grenze.

In den USA hat Tesla-Chef Elon Musk die texanisch-mexikanische Grenze besucht und sich dort mit lokalen Politikern und Mitarbeitern verschiedener Behörden getroffen. Mit einem Cowboyhut bekleidet erklärte Musk, dass er einen ungefilterten Blick auf die Situation an der Grenze erhalten wolle und forderte einen neuen Ansatz bei den US-Einwanderungsgesetzen. Dabei filmte er sich selbst und streamte das Video live auf seiner eigenen Social-Media-Plattform X, vormals Twitter.

"Ich glaube daran, dass wir ein stark erweitertes System für die legale Einwanderung brauchen und jeden, der hart arbeitet und ehrlich ist, eine beschleunigte Zulassung ermöglichen sollten", sagte Musk und betonte weiter, dass aber auch denjenigen die Einreise verwehrt werden müsse, die gegen das Gesetz verstießen. Der gebürtige Südafrikaner verwies auch auf seinen eigenen Status als Einwanderer in die Vereinigten Staaten und bezeichnete sich selbst als "extrem einwanderungsfreundlich".

"Wir wollen beides erreichen - die legale Einwanderung glätten und einen Menschenstrom stoppen, der ein solches Ausmaß annimmt, dass er zu einem Zusammenbruch der sozialen Dienste führt", so der Unternehmer. Später schrieb er auf X: "Warum kümmern sich so viele amerikanische Politiker beider Parteien 100-mal mehr um die Grenze zur Ukraine als um die Grenze zu den USA?"

"Drogen-Kartell-Mitarbeiter des Monats!"

Die Reaktionen unter Musks Video zeigen, wie aufgeheizt die politische Stimmung beim Thema illegale Einwanderung in den USA ist. Ein User kommentierte den Post mit einem Bild von US-Präsident Joe Biden, auf dem steht: "Glückwunsch! Mexikanischer Drogen-Kartell-Mitarbeiter des Monats!" Viele Kommentare beziehen sich auch darauf, dass Ex-Präsident Donald Trump wieder an die Macht solle.

Elon Musk mischte sich in letzter Zeit zunehmend bei politischen Themen ein. Dabei stellt er sich auf die Seite der Republikaner und kritisiert die Regierung von Joe Biden. Im Mai moderierte er den Start der republikanischen Präsidentschaftskampagne von Floridas Gouverneur Ron DeSantis auf Twitter und brachte den Dienst zum Absturz. Vergangene Woche erst traf er sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, der ihn aufforderte, den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Bekämpfung von Hassreden auf X in Einklang zu bringen.

In seinem Live-Video an der mexikanisch-texanischen Grenze stellte Musk den republikanischen Politiker Tony Gonzales aus Texas vor, der mit dem Migrantenstrom aus Mexiko in die USA konfrontiert ist. Musks eigenes Interesse, sich für den US-Bundesstaat Texas einzusetzen, kommt nicht von ungefähr. Sein Unternehmen Tesla betreibt dort eine Gigafactory in Austin, außerdem befindet sich an der texanischen Golfküste in Boca Chica bei Brownsville eine große Test- und Startanlage von Space X.