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Kurz nach FTX-Pleite: Auch Kryptobank BlockFi ist insolvent

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Das 2017 gegründete Unternehmen war in diesem Jahr angesichts von Kursverlusten von Kryptowährungen in Bedrängnis geraten.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Nach dem spektakulären Zusammenbruch der Kryptowährungsbörse FTX meldet nun auch die auf virtuelle Zahlungsmittel spezialisierte US-Bank BlockFi Insolvenz an. Schon die Pleite von FTX hatte die Krypto-Welt schwer erschüttert.

Nach der Pleite der Kryptowährungsplattform FTX hat auch der Kryptoverleiher BlockFi in den USA Konkurs angemeldet. Der Schritt solle eine "umfassende Restrukturierung" ermöglichen, "die den Wert für alle Kunden und andere Stakeholder maximiert", erklärte BlockFi. Der Digitalwährungsverleiher will sich nach eigenen Angaben darauf konzentrieren, ihm geschuldetes Geld zurückzubekommen.

Das 2017 gegründete Unternehmen war in diesem Jahr angesichts von Kursverlusten von Kryptowährungen in Bedrängnis geraten. FTX bot BlockFi daraufhin im Sommer einen Kredit in Höhe von 400 Millionen Dollar (rund 385 Millionen Euro) an, um eine Pleite zu verhindern. Vor zweieinhalb Wochen meldete FTX dann aber selbst Konkurs an. BlockFi musste in der Folge seine meisten Aktivitäten vorübergehend einstellen. Die Pleite von FTX hatte die Krypto-Welt schwer erschüttert und den Kurs mehrerer Digitalwährungen wie dem Bitcoin einbrechen lassen.

Inzwischen werden immer mehr Details über das fragwürdige Finanzgebaren des lange Zeit als Krypto-Wunderkind gefeierten FTX-Gründers Sam Bankman-Fried bekannt. So prangerte der neu eingesetzte FTX-Chef John Ray in einem Gerichtsdokument eine mangelhafte Aufsicht, fehlende oder nicht vertrauenswürdige Finanzunterlagen und eine "womöglich kompromittierte" Unternehmensführung an. Der ebenfalls von Bankman-Fried gegründete Investmentfonds Alameda Research hatte im Zuge zweifelhafter Finanztransaktionen in von FTX ausgegebene Kryptowährungen investiert.

Die FTX-Pleite ruft inzwischen auch die Politik auf den Plan. Das US-Repräsentantenhaus plant eine Anhörung zu dem Thema. Neben Bankman-Fried sollen auch Vertreter von Konkurrenten wie Binance gehört werden. Auch in Europa schlagen die Alarmglocken. Der Kollaps der Kryptobörse FTX zeigt nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Pablo Hernandez de Cos die mit solchen Kryptowährungen verbundenen Gefahren an. "Wir hoffen, dass die jüngsten Ereignisse die Bürger für die Risiken sensibilisieren, die mit diesen Kryptoanlagen verbunden sind", sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB).

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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