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Landtagswahl 2022: Sankt Augustiner CDU-Mann schlägt Staatskanzleichef Liminski

Siegburg/Rhein-Sieg-Kreis -

Im Kampf um den neuen Wahlkreis 29 hat es bei der CDU am Mittwochabend in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle eine faustdicke Überraschung gegeben. Der Mann von der Sankt Augustiner Parteibasis, Sascha Lienesch (43), gewann die Stichwahl gegen den Düsseldorfer Chef der Staatskanzlei, Nathanel Liminski. Liminski (36), der gleichfalls aus Sankt Augustin stammt, hatte erst Mitte November seine Bereitschaft zur Kandidatur im Landtagswahlkreis 29 erklärt.

Lienesch gewann die Stichwahl mit 78 zu 71 Stimmen bei vier Enthaltungen. Zuvor hatten sich alle drei Kandidaten in einer ausführlichen Vorstellungsrunde der CDU-Basis präsentiert, neben Lienesch und Liminski war auch noch Matthias Schmitz aus Lohmar angetreten. 

Von den 155 Stimmberechtigten wählten in der ersten Abstimmung jeweils 57 Liminski und Lienesch, 40 Stimmen entfielen auf Matthias Schmitz aus Lohmar, eine Stimme war ungültig.

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Nathanael Liminski am Mittwochabend in der Rhein-Sieg-Halle

Liminski, der in Sankt Augustin geboren ist und als rechte Hand von Armin Laschet als Polit-Profi gilt, punktete in seiner Vorstellung mit seinem Bekenntnis zu Bonn: Die Pandemie habe gezeigt, dass Home-Office möglich ist, ein Umzug nach Berlin sei also nicht nötig – dafür gab es lauten Beifall aus dem Plenum.

Lienesch machte den Fluglärm zu seinem Hauptthema, forderte ein Nachtflugverbot. Das könne schon 2030 möglich sein, wenn der Airport Köln/Bonn seine Genehmigung neu beantragen müsse. Er pochte auf seine Verwurzelung in Sankt Augustin und der örtlichen Politik: „Ich bin einer von euch, ich bin von der Basis.“ (vr)