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Liebeskummer in Wodka ertränkt

Wie sehr Alkohol ein Leben ruinieren kann, zeigt ein Prozess, der am Mittwoch gegen einen 53 Jahre alten Dorfener geführt worden ist. Er war im Oktober und November vergangenen Jahres zweimal völlig betrunken am Steuer erwischt worden. In einem Fall hatte er einen Unfall verursacht. Richterin Michaela Wawerla sanktionierte das mit einem Jahr und vier Monaten Bewährungsstrafe.

Dorfen/Erding – Hemmungsloser Alkoholkonsum zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben des Elektroinstallateurs, der nicht zum ersten Mal vor einer Existenz in Scherben steht. Soeben hat er seinen Job deswegen verloren, die Freundin ist ihm schon Ende 2019 weggelaufen. Seine Familie mit vier Kindern hat keinen Kontakt mehr zu ihm.

Angeklagt war der Dorfener wegen Verkehrsgefährdung und Trunkenheit am Steuer. Am Nachmittag des 16. Oktober war er, nachdem er eine rote Ampel überfahren hatte, auf dem Kreisverkehr neben der A 94-Anschlussstelle Dorfen ins Heck eines Autos geknallt, an dessen Steuer ein Rosenheimer (70) saß. Laut Staatsanwalt Anselm Schmidt hatte der Dorfener 2,67 Promille Alkohol im Blut. Obwohl ihm der Führerschein weggenommen wurde, setzte er sich wieder ans Steuer – und wurde prompt noch einmal in Dorfen kontrolliert, mit 2,91 Promille.

Den ersten Verhandlungstermin hatte er platzen lassen, weil er daheim einen weiteren Rausch ausschlief. Nun wurde er von der Polizei vorgeführt. Er erklärte, dass er sich kurz vor dem Unfall schwer in eine reiche Münchnerin verliebt habe. Doch die „Liebe meines Lebens“ währte nicht lange. Die Dame machte Schluss. „Danach habe ich meinen Liebkummer ertränkt – in hochprozentigem Spirituosen“, gab er zu.

Der Unfallgegner und weitere Zeugen schilderten, dass sich der Dorfener kaum auf den Beinen halten konnte, mehrmals stürzte und verwaschen redete. Nach den Vorfällen begab er sich ein weiteres Mal in Therapie. Seit 1989 ist er sieben Mal vor Gericht gestanden – immer wegen Alkohols. Zahlreiche Therapien und Entgiftungen hat er hinter sich.

Sein letztes Wort: „Es tut mir leid. Ich will noch einmal neu anfangen.“ Dennoch bleibt ihm die von Schmidt geforderte Bewährungsstrafe von 16 Monaten nicht erspart. Der Führerschein dürfte länger weg sein. Zudem muss er erneut in Therapie und 500 Euro an eine Suchthilfe zahlen. ham

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