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Ligapokal: Lückenfüller oder Zusatzchance?

Was dei Bewertung des neu geschaffenen Ligapokals betrifft gehen die Meinungen bei den Bezirksligisten SV Raisting unf FC Penzberg auseinander.

Penzberg/Raisting – Die Verlängerung der unterbrochenen Fußball-Saison 2019/20, die ab dem 1. September fortgesetzt werden soll, ist beschlossen. Da die Zeitspanne für die Restsaison lang und die Anzahl der Spieltage vergleichsweise gering ist, tun sich im Terminplan immer wieder Lücken auf – und diese will der Bayerische Fußball-Verband mit Zusatz-Wettbewerben schließen.

Einer davon ist inzwischen bekannt: Neben den Bayern- und Landesligen wird auch in den Bezirksligen in den spielfreien Zeiten des Ligaspielbetriebs ein so genannter Ligapokal mit Vor-, Zwischen- und Finalrunde ausgetragen, der je nach Pandemie-Verlauf flexibel gestaltet wird. Die jeweiligen Sieger der einzelnen Staffeln spielen dann in ihrem Bezirk einen Bezirkssieger aus, der im Anschluss mit den sechs weiteren Bezirkssiegern in einer bayernweiten Relegation um fünf direkte Aufstiegsplätze in die Landesliga kämpft. Diese Zahl könnte eventuell sogar noch erhöht werden. Sollte eine Mannschaft im Ligapokal erfolgreich sein, die sich bereits über die Liga den Aufstieg erkämpft hat, greift ein Nachrücker-Prinzip. Geht ein Team, das über die Liga absteigen würde, als Sieger aus dem Ligapokal-Wettbewerb hervor, steigt dieses nicht in die Landesliga auf, sondern hält als Belohnung die Klasse. Im Zusatzwettbewerb können allerdings keine Punkte für die Tabelle in der Liga erspielt werden. „Wir wollen einen Wettbewerb mit hohem sportlichem Wert und vielen Spielen mit Derbycharakter, der sich zugleich flexibel gestalten lässt. All das bietet der Ligapokal. Natürlich ist der Wettbewerb kein vollständiger Ersatz für eine reguläre Saison, das ist uns bewusst. Wir befinden uns aber in einer außergewöhnlichen Situation – und aus dieser müssen wir das Beste machen“, erklärte Michael Tittmann, der als Mitglied im Verbands-Spielausschuss die dafür zuständige Unter-Arbeitsgruppe leitete.

Fußball: Raisting-Trainer Franz: „Man muss jetzt irgendwelche Pokalrunden erfinden, um keinen Leerlauf zu haben“

Beim SV Raisting, einem der beiden Bezirksligisten aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, hält sich die Begeisterung für diesen Wettbewerb in sehr überschaubaren Grenzen.Für mich ist das nur ein Lückenfüller, den man nicht gebraucht hätte, wenn es auch in Bayern, wie in 16 anderen Verbänden einfach einen Saisonabbruch gegeben hätte“, so Trainer Johannes Franz. „Stattdessen muss man jetzt irgendwelche neuartigen Pokalrunden erfinden, um keinen Leerlauf zu haben, die vielleicht durchaus reizvoll und unterhaltsam für die Spieler und vor allem für die Zuschauer sind“, ergänzt Franz.

Fußball: FC Penzberg konzentirert sich in erster Linie auf die Liga, sieht den Ligapokal aber als Zusatzchance

Sein Trainerkollege Martin Wagner vom Ligakonkurrenten FC Penzberg sieht den Zusatzbewerb nicht ganz so kritisch. Das Augenmerk beim Tabellenzweite der Bezirksliga Süd setzt jedoch einen anderen Schwerpunkt: „Wir werden uns in erster Linie auf die Liga konzentrieren und versuchen, über den offiziellen Weg den Sprung in die Landesliga zu schaffen“, sagt Wagner. Dabei will er das Hintertürchen „Ligapokal“ zum Aufstieg in die Landesliga jedoch nicht völlig außer acht lassen. „Diese zusätzliche Möglichkeit, aufzusteigen, kann uns ja nur recht sein“, sagt Wagner.

Auch die durchaus verlockende Aussicht, über den Ligapokal den Klassenerhalt zu schaffen, macht Raistings Coach Franz nicht wirklich glücklich: „Der Bewerb hat nichts mit einem normalen Spielbetrieb zu tun und deshalb sollten auch keine Lorbeeren verteilt werden, die für den Ligabetrieb relevant sind.“

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