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Limousinen-Ärger in Brüssel - Weber nutzt EU-Dienstwagen fürd CSU-Wahlkampf

Limousinen-Ärger in Brüssel Weber nutzt EU-Dienstwagen für CSU-Wahlkampf

Manfred Weber ist seit 2014 Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, scheiterte 2019 als Spitzenkandidat im Kampf um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten
Manfred Weber ist seit 2014 Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, scheiterte 2019 als Spitzenkandidat im Kampf um das Amt des EU-KommissionspräsidentenFoto: VINCENT KESSLER / Reuters

Limousinen-Ärger für EU-Politiker Manfred Weber (47, CSU)!

Der ehemalige Spitzenkandidat für das Amt des Kommissionschefs und jetzige EVP-Fraktionschef in Brüssel nutzt seine EU-Dienstlimousine offenbar auch in Bayern – für Wahlkampftermine seiner CSU. Das berichtet der „Spiegel“.

Das Fahrzeug mit dem belgischen Diplomatenkennzeichen sei in seiner Heimat stationiert und werde demnach regelmäßig für Fahrten zu CSU-Terminen genutzt, so auch im aktuellen Bayern-Wahlkampf für die Kommunalwahl am 15. März.

Laut „Spiegel“ ist Weber der einzige unter den Fraktionschefs im Europaparlament, dem die Parlamentsverwaltung eine derartige Sonderregelung zugestanden hat. Aus vertraulichen Dokumenten geht hervor, dass Weber sogar beinahe einen zweiten Dienstwagen bekommen hätte – die Verwaltung legte ihr Veto ein, ermöglichte aber „auf Wunsch des Vorsitzenden der EVP-Fraktion“, dass Weber die Limousine inklusive Fahrer in Bayern stationieren könne.

Der Fall könnte jetzt den Haushaltskontrollausschuss in Brüssel beschäftigen. Weber sagte zu der Geschichte lediglich: Er unternehme alle Fahrten, auch die zu CSU-Terminen, als Fraktionschef der EVP und damit im dienstlichen Interesse.