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Löw mit klarer Ansage: DFB-Tür bleibt für Müller erstmal weiter zu

Thomas Müller spielt beim FC Bayern seit Monaten groß auf. Aus dem DFB-Team war der Stürmer jedoch schon nach der missglückten WM 2018 aussortiert worden. Die Tür, so bekräftigt Bundestrainer Joachim Löw erneut, bleibt trotz Topform zu.

Thomas Müller hat sich zum besten Vorbereiter der Ligageschichte gemacht, dazu trifft der WM-Torschützenkönig von 2010 so gut, wie schon lange nicht mehr - und dennoch wird der Bundestrainer dem aussortierten Bayern-Stürmer wohl die Tür zum DFB-Team nicht mehr aufmachen. Das verkündete der Bundestrainer im Halbfinale des Pokalfinals zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen."

"Grundsätzlich kann man ja nie so weit vorausschauen", sagte der 60-Jährige mit Blick auf die beiden Bayern-Profis Müller und Jerome Boateng. "Im Moment würde ich sagen ja, wenn alle Spieler fit sind", antwortete Löw in der ARD auf die Frage, ob die Tür für die beiden Weltmeister von 2014 zu sei. "Wir haben uns vor eineinhalb Jahren entschieden, einen anderen Weg zu gehen, das war nicht einfach", ergänzte Löw mit Blick auf die Ausmusterung von Müller, Boateng und Mats Hummels aus der Nationalmannschaft im März 2019.

Schon im Juni hatte DFB-Direktor Oliver Bierhoff eine Müller-Rückkehr abmoderiert: "Natürlich hat jeder immer eine Chance bis zur letzten Sekunde. Wir haben ja häufig gezeigt, dass die Trainer dann doch immer noch irgendetwas aus dem Hut zaubern", sagte er. "Natürlich ist die Leistung des Spielers wichtig. Und wenn jemand über längere Zeit eine gute Leistung bringt, sieht das ja auch der Bundestrainer."

Doch ausgerechnet ihre eigene große Historie im DFB-Dress sah Bierhoff als Bremsklotz auf dem Weg zurück - für Müller, aber auch für die ebenfalls aussortierten Mats Hummels und Jerome Boateng: "Hier in dem speziellen Fall ist es ja so: Das sind verdiente Spieler, man will da auch nicht mal hü und hott sagen und man will auf der anderen Seite auch den eingeschlagenen Weg mit den jungen Spielern weitergehen, was einfach auch bedeutet, dass man ihnen Zeit geben und sie nicht immer wieder bremsen muss. Insofern gehe ich davon aus, dass dieser Weg auch weiter verfolgt wird."

Vorher hatte Löw den FC Bayern München zur Verpflichtung von Nationalspieler Leroy Sané beglückwünscht und die Bedeutung des Transfers für die Fußball-Bundesliga betont. "Ich freue mich wie alle hier in Deutschland, dass so ein Spieler, der mit solchen Fähigkeiten und Qualitäten gesegnet ist, in Deutschland spielt", sagte Löw am Samstag in der Halbzeit des DFB-Pokalfinals zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen im TV-Sender Sky. Die Verpflichtung des 24-Jährigen sei "ein sehr, sehr guter Transfer".

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