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MAD-Mitarbeiter verriet interne Ermittlungsergebnisse an KSK-Soldaten

Beim Nachrichtendienst der Bundeswehr, dem Militärischen Abschirmdienst (MAD), hat es eine gravierende Sicherheitspanne gegeben. Nach WELT-Informationen teilte ein Mitarbeiter der Extremismusabwehr der Behörde widerrechtlich Informationen aus einer laufenden Verdachtsfallprüfung in Zusammenhang mit dem Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr mit einer unbefugten dritten Person.

Hierbei hat es sich demnach ausgerechnet um einen Soldaten des KSK gehandelt, der auf diese Weise über geheime MAD-Ermittlungen zu Mitgliedern seines Verbandes in Kenntnis gesetzt worden war. Der KSK-Soldat selbst stand nicht unter Verdacht, wohl aber einer seiner Kameraden. Dieser hatte Waffen und Munition in seinem Privatgarten versteckt und war deshalb im Mai verhaftet worden.

Ein Sprecher des MAD bestätigte gegenüber WELT den Vorgang: „Wir dulden keine Verstöße gegen die Verschwiegenheitspflicht." Nach Darstellung des Nachrichtendienstes hätten eigene, interne Sicherheitsmaßnahmen den Informationsverrat des Mitarbeiters entdeckt, dieser sei nun suspendiert worden und dürfe die bei Köln gelegene Konrad-Adenauer-Kaserne nicht länger betreten.

MAD-Mitarbeiter bereits suspendiert

Ob durch die Sicherheitspanne laufende Ermittlungen wegen des Verdachts von Extremismus beim KSK nachhaltig gefährdet wurden, blieb zunächst unklar. Der MAD verwies darauf, dass nach eigenen Erkenntnissen dies nicht der Fall sei. Ein politischer Hintergrund des Durchstechens von internen MAD-Informationen an einen Angehörigen des KSK sei derzeit auszuschließen, hieß es. 

Der Militärische Abschirmdienst soll Extremisten und Spione bei der Bundeswehr enttarnen. Das Kommando Spezialkräfte (KSK) war zuletzt immer wieder in den Fokus der Behörde geraten, gleich mehrere KSK-Angehörige waren in der Vergangenheit unter Extremismusverdacht geraten.

Die Zahl entsprechender Verdachtsfälle ist in Bezug auf die Verbandsstärke des KSK deutlich erhöht. Erkannt worden waren zuletzt nicht nur rechtsextreme Umtriebe in der Einheit, sondern auch ein Islamist, der beim KSK bis Anfang 2020 gedient hatte.

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