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Mangelnde Ausstattung: Malchiner Wehr braucht mehr Ersatzkleidung

Für die Malchiner Feuerwehrleute wird es manchmal brenzlig. Nicht nur, weil sie gefährliche Löscheinsätze fahren und sich durch dicke Rauchschwaden kämpfen müssen. Oftmals geht auch einfach die Einsatzkleidung für die Stoßkräfte zur Neige. Es wird manchmal schwierig, eine Austauschkleidung für die 15 Kameraden bereit zu haben, die unter Atemschutz die ersten Angriffe fahren, erläuterte Wehrführer René Giese.

Bestes Beispiel ist für ihn der Brand vor wenigen Tagen in einer Unterkunft in der Blumenstraße. Nach dem Feuer musste Giese die Kleidung von acht Einsatzkräften in die Reinigung schicken, damit die Giftstoffe ausgewaschen werden. Der Wehr gelang es nur mit großer Mühe, ausreichend Schutzkleidung zusammenzubekommen, damit diese acht Kameraden auch weiterhin als einsatzfähig gemeldet werden können.

Stadt hofft auf Geld aus Strategiefonds

Bürgermeister Axel Müller sprach dieses Problem beim Malchiner Neujahrsempfang auch selbst an. „Hier hapert es im Moment gewaltig“, betonte er. Der Stadt falle es immer schwerer, die Kameradinnen und Kameraden mit dem notwendigen Material bzw. der notwendigen Ausrüstung zeitnah auszustatten. Dabei schaute er vor allem auf die Dienst- und Schutzbekleidung. Doch den größten Bedarf hofft die Stadt mit Unterstützung aus dem Strategiefonds der Landesregierung zu decken. Axel Müller dankte den beiden Landtagsabgeordneten Marc Reinhardt (CDU) und Thomas Krüger (SPD), die beide ihre Unterstützung zugesagt hätten. So könne man in diesem Jahr den dringendsten Bedarf an Schutzkleidung decken. Der Bürgermeister denkt, dass die Wehr mit den etwa 30 000 Euro etwa 10 bis 15 Schutzanzüge kaufen kann. Es würden aber auch noch ein paar Ausrüstungsgegenstände dazukommen, so Giese.

Aber damit ist nur das halbe Problem gelöst. Für René Giese müsste die Stadt auch die Gelder für die jährliche Wiederbeschaffung von Feuerwehrkleidung deutlich aufstocken. Denn diese Summe im Stadthaushalt ist nach Worten des Wehrführers seit einigen Jahren viel zu gering. „Wir bräuchten 8000 oder besser 10 000 Euro im Jahr“, betonte er. Die Kosten seien explodiert. Eine Dienstjacke koste zum Beispiel schon 440 Euro. Da komme man mit kleinen Summen nicht weit. Man müsse auch bedenken, dass die Schutzkleidung nicht ewig halte. Nach einigen Wäschen würden Nähte aufreißen. Die Kleidung könne dann nur noch von Kameraden im Hintergrund der Brände genutzt werden.

Wettkampf zwischen Rathaus und Feuewehr

Aber auch für Axel Müller steht fest, dass die jährlichen Gelder für den Posten Dienst- und Schutzbekleidung im städtischen Haushalt momentan nicht ausreichen. Die Stadt werde sich diesem Thema in den kommenden Wochen verstärkt widmen, sagte er.

Für die Feuerwehr könnte sich aber noch ein weiterer Wunsch erfüllen. Dazu müssten die Kameraden aber erst beim Stadtfest einen Wettkampf gegen die Stadtverwaltung gewinnen. Bürgermeister Axel Müller hat die Herausforderung des Wehrführers schon angenommen. „Es soll einen Parcours mit fünf Stationen geben“, erläuterte Giese. Rathausmitarbeiter und Feuerwehrleute würden ihre Kräfte und ihr Wissen messen. Der Sieger habe einen kleineren Wunsch frei. Die Verwaltung und die Feuerwehr überlegen noch, was sie sich wünschen könnten. Die Kameraden hätten aber vielleicht schon eine Idee für ihren Feuerwehrraum, so Giese.