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Masse mit Klasse

Freuen sich über die Förderbescheide: Henning Rohde (v.l.), Moritz Bruckhoff und Peter Bohlmann.

Freuen sich über die Förderbescheide: Henning Rohde (v.l.), Moritz Bruckhoff und Peter Bohlmann. (Björn Hake)

Rund 22 000 Kilometer hat er schon runter. Seit Jahresbeginn tourt der erste Allerbus mit Elektroantrieb durch das Verdener Stadtgebiet und die Gemeinde Kirchlinteln. Der Elektrobus (E-Bus) wird dort auf den Linien 711, 712 und 713 eingesetzt. Dank einer Förderung vom Bundesumweltministerium und dem Land Niedersachsen soll sich die E-Bus-Flotte der Verdener Verkehrsgesellschaft (VVG) innerhalb von zwei Jahren auf insgesamt fünf vergrößern. „Es ist das erste Mal, dass wir Förderungen vom Bund zur Beschaffung von Neufahrzeugen erhalten“, freut sich Henning Rohde, Geschäftsführer der Verdener Verkehrsgesellschaft, und präsentiert stolz die beiden Förderbescheide. Komplettiert wird die Fördergemeinschaft vom Landkreis Verden. Er ist der Dritte im Bunde. „Somit kommen wir auf eine Förderquote von insgesamt 67 Prozent“, rechnet Rohde vor. Er geht davon aus, dass die ersten beiden E-Busse innerhalb eines Jahres ausgeliefert werden und die restlichen beiden bis spätestens 2023. „Ende 2022 muss das Projekt abgerechnet sein“, betont der Allerbus-Chef.

Aus eigener Kraft könnten die Verdener die Vergrößerung ihres Fuhrparks nicht stemmen. Für die Beschaffung der neuen Niederflurbusse mit Elektroantrieb hat sich die VVG mit der Kraftverkehrsgesellschaft Braunschweig sowie dem Stadtbus Goslar zusammengetan. „Wir setzen hier auf Masse“, sagt Rohde. Die europaweite Ausschreibung für das erste Dutzend Busse – zwei davon für Allerbus –  ist bereits in vollem Gange. Hersteller von E-Bussen, die sich darauf bewerben, müssen folgendes Kriterium erfüllen – nämlich eine Reichweite von mindestens 250 Kilometer pro Tag. Aufgeladen werden die Busse über Nacht. In weniger als sechs Stunden habe sich die Batterie wieder voll aufgeladen, erläutert Prokurist und technischer Leiter Moritz Bruckhoff.

Durch den Austausch der fünf Dieselbusse erwartet die Verdener Verkehrsgesellschaft einen jährlichen Rückgang des Dieselverbrauchs um 70 000 Liter sowie der Kohlendioxid-Emissionen um 250 Tonnen. Im Vergleich zu konventionellen Dieselmotoren sind die E-Busse wesentlich leiser unterwegs. Ihre Motoren verursachen dem technischen Leiter zufolge lediglich 60 bis 80 Prozent der Gesamtgeräusche. Nach der Auslieferung der vier neuen E-Busse wäre 2023 im Liniennetz Verden-Ost über 21 Prozent Kohlendioxid-neutrale Antriebstechnologie unterwegs. „Ein Novum für den Landkreis“, sagt Landrat Peter Bohlmann in seiner Funktion als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des kommunalen Verkehrsunternehmens.

„Insgesamt wurden uns derzeit schon rund 1,3 Millionen Euro an Fördermitteln zugesagt, wovon knapp 979 000 Euro vom Bund und 318 000 Euro vom Land Niedersachsen bereitgestellt werden“, erläutert Rohde. Ein weiterer Förderantrag für die zweite Charge wurde nach Aussage von Rohde bereits bei der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) gestellt. Bei einem positiven Bescheid würden sich die Zuwendungen auf insgesamt rund 1,5 Millionen Euro belaufen. Die Gesamtinvestition für die Elektrobusse betrage hingegen über zwei Millionen Euro.

Die VVG setzt auch in Zukunft auf klimafreundlichen ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) und hat sich auf die Fahnen geschrieben, bis 2030 die Anzahl der Elektrobusse auf zehn zu verdoppeln. Ohne Frage, die Corona-Krise wird das Mobilitätsverhalten der Kreisverdener nachhaltig verändern, eines kann Henning Rohde allerdings jetzt schon verkünden: „Rund 80 Prozent unserer Fahrgäste haben wir wieder zurückgewonnen.“

Mit dem Elektrobus, der seit Anfang des Jahres im Linienbündel Verden-Ost unterwegs ist, verfügt der Landkreis Verden jedenfalls über ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Region. Auch die „Kinderkrankheiten“, Kommunikationsschwierigkeiten zwischen dem Ladegerät und dem Fahrzeug, gehören inzwischen der Vergangenheit an. Der erste E-Bus von Allerbus verfügt insgesamt über 90 Sitzplätze sowie eine Rampe für Rollstuhlfahrer.

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