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Mega-Projekt am Bahnhof: Berühmter Architekt verrät seine Vision - Geschenk für alle Münchner inklusive

Am Hauptbahnhof entsteht ein neues Karree.

Elementum: Darum ist diese Baustelle so besonders

Mega-Projekt am Bahnhof: Berühmter Architekt verrät seine Vision - Geschenk für alle Münchner inklusive

Bis 2026 entsteht am Hauptbahnhof ein ganz neues Stadtkarree. Das Projekt ist auf vielen Ebenen besonders: Die Baustelle entpuppt sich erst in den nächsten Jahren. Und wird das Viertel um eine grüne Oase erweitern.

An der Ecke Paul-Heyse- und Bayerstraße ist ein Mega-Projekt geplant: Das alte Postbank-Gebäude soll einem schicken wie modernen Bürokomplex - genannt Elementum - weichen. Der Entwurf stammt von dem renommierten Architekturbüro Herzog & de Meuron. Die Architekten schaffen weltweit Meisterwerke: etwa das Olympia-Stadion in Peking, die Allianz Arena oder die Elbphilharmonie in Hamburg. Nun setzen sie sich mit dem tristen Münchner Bahnhofsviertel auseinander. Eine Herausforderung, wie Pierre de Meuron im exklusiven Interview erklärt: „München muss sich sicher nicht hinter anderen Städten verstecken.“

Das ist geplant: das Elementum an der Bayerstraße.

Rauer Charme des Bahnhofsviertels als Herausforderung

Klar, das Bahnhofsviertel mit seinen dicht bebauten Blockrandstrukturen, engen Höfen und den viel befahrenen, baumlosen Straßen sein nicht klassisch-schön. Dafür aber lebendig. Und mit rauem Charme. „Der Reiz liegt für uns als Architekten nun darin, etwas zu schaffen, das diesem Ort als Ganzes mehr Aufenthaltsqualität verleiht.“

Grüne Oase: Das verbirgt sich im Elementum-Inneren

Pierre de Meuron.

Für die Planer bietet sich die einmalige Chance, im Quartier einen sehr großen, öffentlich zugänglichen und begrünten Hof zu schaffen. „Sie müssen sich das wie eine geschützte Oase inmitten des Viertels vorstellen. Hier wird man kurz von der Hektik der Umgebung abtauchen können, ausruhen und das Grün genießen können, auch etwas essen oder trinken können.“ Herzog & de Meuron sind überzeugt, dass diese Aufwertung sich auch positiv auf das gesamte Quartier auswirken wird.

Zwei Drittel der Bausubstanz bleibt erhalten

Die Bauweise ist dabei besonders: Das alte Gebäude wird praktisch von innen nach außen umgekrempelt. Zwei Drittel der alten Bausubstanz bleibt erhalten, Nachhaltigkeit wird groß geschrieben: „Wir versuchen, den CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten, die im Bestand gespeicherte Primärenergie so gut es geht zu erhalten und dadurch weiter zu nutzen.“ Weiteres Ziel: „Wir möchten eine klare, großzügige Struktur schaffen - deren Fassade soll aber nicht monoton wirken. Visuell orientieren wir uns dabei an den Stadtpalais’ in der Münchener Tradition des Klassizismus, die wir jedoch zeitgenössisch interpretieren.“

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