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Ministerium bekam neue Teppiche und Teeküchen für 109.000 Euro

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) soll für Verschönerungsmaßnahmen in ihrem Ministerium und für die Büros von Staatssekretären 109.000 Euro ausgegeben haben. Das berichtet das Nachrichtenportal „The Pioneer“.

Der neue Teppichboden von der Staatssekretärin im Verteidigungsministerium Margaretha Sudhof (SPD) soll demnach 25.000 Euro gekostet haben.

Das Verteidigungsministerium erklärte auf Anfrage, die Teppiche seien zuletzt 2001 erneuert worden. Außerdem seien in der Gesamtsumme von 109.000 Euro auch die Kosten für sechs neue Teeküchen für Staatssekretäre und Generäle enthalten.

Die Teeküchen hätten einen Preis von 14.000 Euro – pro Küche. Das Lambrecht-Ministerium hatte sich zunächst massiv dagegen gewehrt, die konkreten Kosten der Umbaumaßnahmen zu nennen. Erst nachdem „The Pioneer“ einen Antrag auf Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt hatte, konnte die Redaktion demnach die Rechnungen einsehen.

Lambrecht am Samstag in Moldau

Lambrecht hatte zuvor schon Ärger um einen Hubschrauberflug mit ihrem Sohn und einen anschließenden Sylt-Urlaub. Diese Affäre geht in eine weitere Runde: Am 22. August hatte das Verwaltungsgericht Köln eigentlich entschieden, dass Lambrecht Auskunft darüber geben soll, wer das Foto ihres Sohnes im Helikopter gemacht hat. Doch Lambrecht legte dagegen Beschwerde ein. Nun muss das Oberverwaltungsgericht in Münster darüber entscheiden.

Am heutigen Samstag ist Lambrecht zu einem Besuch in der an die Ukraine grenzenden Republik Moldau. Ihr Amtskollege Anatolie Nosatii begrüßte die SPD-Politikerin in der Hauptstadt Chisinau. Im Anschluss waren politische Gespräche geplant.

Moldau ist eines der kleinsten Länder an der Grenze zur Ukraine und von den Fluchtbewegungen aus dem Nachbarland, aber auch von den Folgen der Corona-Pandemie und der Energiekrise stark betroffen.

Moldau und die Ukraine sind EU-Beitrittskandidaten. Das hatten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die anderen 26 Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union beschlossen. Nach einer Empfehlung der EU-Kommission sollen Beitrittsverhandlungen mit beiden Ländern erst beginnen, wenn diese weitere Reformauflagen erfüllt haben. Dabei geht es etwa um Justizreformen und stärkere Korruptionsbekämpfung.