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Germany

Mit Sauger Marke Eigenbau - Rentner (71/78) sorgen für saubere Stadt

Mit Spezialstaubsauger, Bollerwagen und Fugenkratzer: Hans Schalück (78, links) und Hubert Rüthschilling (71) saugen Zigarettenkippen vom Pflaster in ihrer Heimatstadt Rheda-Wiedenbrück
Mit Spezialstaubsauger, Bollerwagen und Fugenkratzer: Hans Schalück (78, links) und Hubert Rüthschilling (71) saugen Zigarettenkippen vom Pflaster in ihrer Heimatstadt Rheda-WiedenbrückFoto: Ralf Meier

Rheda-Wiedenbrück – Mit Rucksackstaubsauger, Bollerwagen und Fugenkratzer: Zwei Rentner aus Rheda-Wiedenbrück haben den Kampf gegen Zigarettenkippen in ihrer Heimatstadt aufgenommen.

Seit wenigen Wochen saugen sie die achtlos weggeschnippten Stummel von Bürgersteigen, Plätzen und Wartezonen. Die einzigartige Saubermann-Aktion sorgt für riesige Resonanz. „Wir hatten sogar eine Anfrage aus Moskau”, sagt Hans Schalück (78).

Die Rentner bei der Putz-Arbeit
Die Rentner bei der Putz-ArbeitFoto: Friso Gentsch / dpa

Zusammen mit Hubert Rüthschilling (71) zieht er immer dienstags für drei Stunden durch die Stadt, saugt und kratzt Kippen aus Fugen. Bis zu 500 Stummel sind am Ende im Beutel. „Die sammeln wir und schicken sie per Post zu einem Recycling-Unternehmen nach Köln”, erklärt Ex-Kaufmann Schalück (siehe Kasten).

Beim Kaffee am historischen Marktplatz kam den Freunden die Idee. „Wir ärgerten uns über Hunderte Stummel auf dem Kopfsteinpflaster”, sagt Ex-Möbel-Unternehmer Rüthschilling. Sofort entstand ein Plan: Ein Akku-betriebener Rucksackstaubsauger (Typ „Makita”, 250 Euro) wurde angeschafft, nach mehreren Tests ein glattes Spezialrohr mit Schlauch (2,5 Meter) anmontiert, dazu vier Ersatzakkus, der alte Bollerwagen mit Sammelbehälter, ein Fugenkratzer. Los ging‘s!


Die Zahl der weggeschnippten Kippen in Wiedenbrück hat sich nach ihrer Wahrnehmung inzwischen halbiert. Bürgermeister Theo Mettenborg (48, CDU): „Ich freue mich sehr über die tolle, kreative Idee und den wertvollen Einsatz für die Sauberkeit unserer Stadt.“

... und in Köln werden die Stummel recycelt

Der Kölner Verein „Tobacycle“ (gegründet 2018) verarbeitet Zigarettenstummel weiter. Privatpersonen und Unternehmen sammeln Kippen in verschiedenen Behältern von Tobacycle, bringen sie voll zu einer der Annahmestellen. Der Verein macht daraus neue Behälter – auch Aschenbecher.

Allein in Mario Merellas Lager in Köln warten 600 Kilo Kippen darauf, recycelt zu werden
Allein in Mario Merellas Lager in Köln warten 600 Kilo Kippen darauf, recycelt zu werden
Foto: Mario Jüngling

(ts)

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