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Germany

"Mumien in gutem Zustand": Ägypten öffnet Knickpyramide für Besucher


Ägypten hat eine neue Attraktion, nun ja, eigentlich handelt es sich um eine sehr alte Attraktion: Die Pyramide von König Sneferu, dem ersten Pharao der vierten Dynastie, ist wieder für Besucher geöffnet. Sie wurde zwischen 2670 und 2620 vor Christus erbaut.

Nachdem es seit 1965 nicht mehr zugänglich war, können Touristen dort nun Sarkophage und die Überreste einer antiken Mauer aus dem Mittleren Reich vor rund 4000 Jahren besichtigen. Archäologen hatten die Funde während Erdarbeiten auf dem Gräberfeld von Dahschur am Westufer des Nils gemacht, wo einige von Ägyptens ältesten Pyramiden stehen.

"Mehrere Stein-, Ton und Holzsärge wurden gefunden und einige enthalten Mumien in gutem Zustand", sagte Chaled al-Anani, Minister für Altertümer. Die antike Mauer ist etwa 60 Meter lang und befindet sich im Süden der Pyramide von Pharao Amenemhet II. aus der zwölften Dynastie.

Totenmasken und Werkzeuge zum Schneiden

Zu den gefundenen Artefakten gehören Totenmasken und Werkzeuge zum Schneiden von Stein aus der Spätzeit des Alten Ägyptens, die bis zum Jahr 332 vor Christus andauerte. Neben der sogenannten Knickpyramide wurde außerdem eine weitere nahegelegene Pyramide geöffnet.

Ägypten hat sich in den vergangenen Jahren um die Vermarktung archäologischer Entdeckungen im ganzen Land bemüht, um den Tourismus anzukurbeln. Der für das Land so wichtige Wirtschaftszweig hat durch die politische Instabilität und die Anschläge seit der Revolution von 2011 stark gelitten. Aufgrund der engespannten Sicherheitslage hatten viele Urlauber das Land gemieden - erst im Mai sind mehrere Menschen bei Anschlag auf Touristenbus in Kairo verletzt worden.

Zuletzt waren die Besucherzahlen aber wieder gestiegen. Für 2019 rechnete Ägypten mit zehn Millionen Gästen, davon 1,3 Millionen Deutsche.

Das Auswärtige Amt weist auf seiner Website darauf hin, dass "landesweit weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge" bestehe. "Diese richten sich meist gegen ägyptische Sicherheitsbehörden, vereinzelt aber auch gegen ausländische Ziele und Staatsbürger." Derzeit richtet Ägypten den Afrika-Cup 2019 aus. Während des internationalen Fußballturniers sei "insbesondere rund um die Spielstätten in Kairo, Alexandria, Ismilia und Suez mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen".

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