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Münchner Infektiologe erwartet vierte Corona-Welle und gibt Lockdown-Prognose ab

Die Entwicklung der Corona-Zahlen ist weiter erfreulich. Ein Münchner Infektiologe erwartet eine vierte Welle der Pandemie im Herbst. Der News-Ticker.

Berlin/München - „Die Entwicklung ist extrem erfreulich zurzeit, was die Fallzahlen anbelangt.“ Das sagte Angela Merkel (CDU) am Donnerstag (10. Juni) in Berlin. Und auch am Freitag dürfte sich die Kanzlerin beim Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen gefreut haben.

Denn: Der positive Trend der sinkenden Infektionszahlen setzt sich fort. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben den Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen 2440 neue Infektionen mit dem Coronavirus* innerhalb eines Tages gemeldet. Zudem wurden 102 neue Todesfälle verzeichnet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bleibt weiterhin unter dem Wert von 20 und liegt derzeit bei 18,6.

Corona in Deutschland: Delta-Variante wird zur Herausforderung

Allerdings stellte Merkel nach der Ministerpräsidentenkonferenz auch klar: „Corona ist damit nicht verschwunden.“ Dieser Meinung ist auch Clemens Wendtner, Leiter der Infektiologie und Chefarzt am Klinikum München-Schwabing. Aus der Corona-Pandemie* werde eine Endemie, erklärte er in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

„Ein Virus, das so gewütet hat, wird zwar nicht von jetzt auf gleich verschwinden“, so Wendtner. Mit den Corona-Impfungen* habe man aber „gespitzte Waffen“. Durch eine Anpassung könne man sich auch gegen Mutationen des Virus* gut wappnen. Insbesondere die Delta-Variante, die zuerst in Indien aufgetreten ist, bereitet Experten sorgen. Ihr Anteil in Deutschland liegt laut RKI derzeit noch bei 2,5 Prozent. „Jeder Tag, den wir eine geringe Nachweisbarkeit dieser Variante haben, ist ein guter Tag“, sagte Merkel am Donnerstag.

Der Infektiologe Clemens Wendtner prognostiziert eine vierte Welle im Herbst.

Corona in Deutschland: Münchner Infektiologe erwartet vierte Welle im Herbst

In Großbritannien stellte die Delta-Variante* aktuell eine Herausforderung dar, erklärte auch Wendtner. „Das wird eine Blaupause sein, wie es im Herbst in Deutschland sein könnte“, prognostiziert er. Wendtner geht davon aus, dass es im Herbst in Deutschland zu einer vierten Welle der Corona-Pandemie kommen wird.

Einen harten Lockdown* wird es nach Einschätzung des Chefarztes dann allerdings nicht geben. „Es wird wohl eher eine kleine Welle sein, eine Art Nachbeben, weil wir bis dahin vielleicht noch keine Durchimpfungsquoten von 70 oder 80 Prozent haben werden“, sagte Wendtner. Die vierte Welle werde nicht mehr zu so einer „massiven Welle an Neuinfizierten“ führen und auch das Gesundheitssystem „hoffentlich nicht an die Grenzen bringen“, so seine Prognose. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Fotograf München Klinik/dpa/München Klinik Schwabing

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