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Musk teilt brisante Vorwürfe - Hat Twitter heikle Berichte über Bidens Sohn zensiert?

Hat Twitter im Jahr 2020 den US-Präsidentschaftswahlkampf beeinflusst?

Das geht aus der „Akte Twitter“ hervor, die der neue Twitter-Chef Elon Musk (51) veröffentlicht hat. Demnach wurde Enthüllungsartikel der US-Zeitung „New York Post“ über Joe Bidens (80) Sohn Hunter (52) auf der Plattform zensiert.

▶︎ Links zum Artikel wurden von Twitter mit Warnungen versehen. Nutzer konnten Artikel zum Thema nicht posten, teilen oder per Direktnachricht verschicken. Ein Vorgehen, das „bisher Extremfällen vorbehalten war, wie Kinderpornografie“, schreibt der Journalist Matt Taibbi, der den Fall für Musk aufgearbeitet hat.

Der Verdacht: Twitter unterstützte Joe Biden und die Demokraten im Wahlkampf – und unterdrückte Berichte, die Joe Biden schaden könnten.

Hintergrund: Hunter Biden hatte 2019 einen Laptop zur Reparatur in einem Computer-Geschäft abgegeben, holte ihn aber nie ab. Schließlich übergab der Laden-Inhaber brisante Dateien des Laptops dem FBI und spielte sie ein Jahr später der „New York Post“ zu. Drei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl erschien basierend auf den Dateien ein Enthüllungsbericht.

Dabei ging es unter anderem um Hunter Bidens Geschäftsbeziehungen ins Ausland und E-Mails mit einem Geschäftspartner, den er seinem Vater vorgestellt hatte. Videos sollen ihn außerdem nackt in der Badewanne beim Drogenkonsum zeigen.

Hunter Biden (l., 52) und sein Vater US-Präsident Joe Biden (80)

Foto: Getty Images Entertainment/Getty Images

Laut Taibbi wurden die Berichte zensiert, weil die Twitter-Verantwortlichen überwiegend die Demokraten unterstützten.

Ex-Twitter-Chef Jack Dorsey selbst habe nichts von den Maßnahmen gewusst und sie später rückgängig gemacht. Dorsey entschuldigte sich zudem. Er bestritt aber, dass die Maßnahmen mit parteipolitischen Interessen zu tun hatten.

Nach der Sperrung des Twitter-Accounts von Trumps ehemaliger Sprecherin Kayleigh McEany beschwerte sich Trumps Wahlkampfmanager bei Twitter. Von Taibbi veröffentlichte Mails zeigen, dass das innerhalb der Twitter-Chefetage für Aufruhr sorgte. Schnell wurde klar: Wirkliche Gründe für die Sperrung des Artikels gab es nicht.

Dennoch versuchte man, sich herauszureden. Unter anderem wurde damit argumentiert, dass es eine Warnung des FBI geben würde. Der Artikel würde demnach gegen geltendes Recht verstoßen. Eine solche Warnung konnte Taibbi nicht finden – offenbar gab es sie nie. Trotzdem behielt Twitter die Zensur zunächst bei.

Hinweise auf eine Einmischung von Joe Bidens Team selbst gibt es laut Taibbi nicht. Lediglich einmal schaltete sich der demokratische Kongress-Abgeordnete Ro Khanna ein. Er schrieb der Chef-Juristin von Twitter, dass es eine „riesige Gegenreaktion“ der Republikaner gegen die Zensur des Kurznachrichtendienstes geben werde. Er hoffe, sie sei bereit dafür.