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Muss Jogi Löw gehen? DFB-Entscheidung nach Krisengipfel gefallen - Spektakuläre Kehrtwende bahnt sich an

Bundestrainer Joachim Löw steht in der Kritik. Er musste sich der DFB-Spitze stellen - anschließend trafen die Bosse eine Entscheidung über seine Zukunft.

Update vom 1. Dezember, 18.40 Uhr: Nach dem DFB-Gipfel zur Zukunft um Joachim Löw hat sich noch keiner der Beteiligten öffentlich geäußert. Das soll sich laut Sport1-Reporter Florian Plettenberg am Freitag ändern. Dann wird Manager Oliver Bierhoff vor Medien die Hintergründe des Gesprächs erklären. Dem Bericht zufolge sei eine Rückkehr der vor anderthalb Jahren ausgemusterten 2014er Weltmeister Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller „nicht mehr ausgeschlossen“.

Zudem sei die „Probezeit“ vorbei - was auch wenig verwundert, stehen doch im neuen Jahr vor der EM-Nominierung nur WM-Quali-Spiele an. Löw habe - wie bereits kommuniziert - die Rückendeckung des Präsidiums. Personelle Entscheidungen würden allein bei ihm liegen.

Update vom 30. November, 15.55 Uhr: Die Entscheidung ist gefallen! Joachim Löw bleibt Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft. Der DFB sprach dem Freiburger das Vertrauen für die Zukunft aus. Das teilte der DFB am Montag nach Gesprächen in Frankfurt mit.

Damit fällt die Entscheidung deutlich früher als erwartet. Eigentlich sollte das DFB-Präsidium auf der Sitzung am kommenden Freitag darüber entscheiden.

Die Pressemitteilung im Wortlaut (Auszug):

„Das DFB-Präsidium hat am heutigen Montag in einer Telefonkonferenz einvernehmlich festgehalten, den seit März 2019 eingeschlagenen Weg der Erneuerung der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw uneingeschränkt fortzusetzen. Das Präsidium folgte damit einer Empfehlung des Präsidialausschusses und von Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften & Akademie. Ein einzelnes Spiel kann und darf nicht Gradmesser für die grundsätzliche Leistung der Nationalmannschaft und des Bundestrainers sein.“

DFB: Jogi Löw stellt sich bei Krisengipfel der Verbands-Spitze - darf er weitermachen?

Erstmeldung vom 30. November: Frankfurt - Darf Jogi Löw weitermachen? Oder muss er gehen? Der Bundestrainer kämpft offenbar am Montag um seine Zukunft. Er stellt sich laut Informationen der Bild fünf Tage vor der entscheidenden Präsidiumssitzung der Spitze des DFB.

Anwesend beim wegweisenden Krisengipfel seien Präsident Fritz Keller, seine Vizepräsidenten Rainer Koch und Peter Peters, Oliver Bierhoff und Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge. Das gesonderte Treffen ist außergewöhnlich, weil es der DFB-Präsidiumssitzung am 4. Dezember vorgreift. Eigentlich sollte dort die Entscheidung fallen - gut möglich, dass die Mitglieder in fünf Tagen mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

DFB: Darf Jogi Löw bleiben? Entscheidung könnte schon am Montag fallen

Seit dem steht Löw besonders in der Kritik. Über seine möglichen Nachfolger wird eifrig diskutiert*. Trotzdem geht die Tendenz eher in Richtung Verbleib. Ein neuer Bundestrainer hätte nur drei Spiele Zeit, um die Mannschaft auf die EM vorzubereiten - ein sehr kurzes Zeitfenster, um das Ruder herumzureißen. Zudem hat Löw mit Bierhoff und Peters zwei Fürsprecher. Rettet er gar mit einem Plan seinen Job?*

Jedenfalls erhält der Freiburger wohl „keinen Freifahrtsschein“, wie ein DFB-Präsidiumsmitglied gesagt haben soll. Er muss die schlechten Leistungen der vergangenen Jahre erklären. Löw selbst, so hört man aus Entscheider-Kreisen, soll nicht an einen Rücktritt denken. Er sieht die Schmach von Sevilla als „einmaligen Blackout“ und verweist auf die souveräne EM-Qualifikation.

DFB: Wird Jogi Löws Zukunft im stillen Kämmerchen entschieden? Präsidium reagiert verstimmt

Man könnte angesichts der aktuellen Umstände die „Woche der Wahrheit“ ausrufen. Vielleicht wird die Entscheidung schon am Montag im kleinen Kreis der Bosse „inoffiziell“ getroffen. Anonyme DFB-Präsidiumsmitglieder warnen ob dieses Vorgehens vor einem „Alleingang“, wie die Bild schreibt. Sie fürchten, dass sie übergangen werden.

„Die Entscheidung über den Bundestrainer liegt in der Verantwortung des Präsidiums, nicht des Präsidialausschusses“, soll ein Mitglied gesagt haben. „Solch ein Vorgehen gehört sich nicht und beschädigt auch den Bundestrainer.“ (epp) *tz.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Thomas KIENZLE / AFP

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