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Nach Ende von Wagner-Gruppe: Freiwillige und Söldner sollen weiter für Putin an die Front

Nach Ende von Wagner-Gruppe Freiwillige und Söldner sollen weiter für Putin an die Front

Russische Freiwillige, die im Juli 2023 in Sewastopol ihren Kriegsdienst für Russland antraten.

Russische Freiwillige, die im Juli 2023 in Sewastopol ihren Kriegsdienst für Russland antraten.

(Foto: REUTERS)

Neben Hunderttausenden regulären Soldaten setzt Russland bei seiner Ukraine-Invasion weiter stark auf freiwillige Kämpfer und Söldner. Trotz schlechter Erfahrungen mit der Wagner-Gruppe ändert sich daran nach Angaben aus London nichts. Der Kreml braucht offenbar jeden Kämpfer.

Russland setzt nach dem Wagner-Aufstand der Einschätzung britischer Geheimdienstexperten zufolge weiterhin auf Freiwilligenverbände und Privatarmeen. Das geht aus dem täglichen Geheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums in London zum Krieg in der Ukraine hervor.

Darauf weist demnach hin, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den früheren Wagner-Stabschef Andrej Troschew kürzlich mit der Aufstellung neuer Freiwilligenverbände beauftragt hat. Bei dem Treffen sei auch Vize-Verteidigungsminister Junus-bek Jewkurow dabei gewesen, der vor kurzem zu Besuch in afrikanischen Staaten gesichtet worden sei. Russland sei "bereit, die Erfahrung von Veteranen zu nutzen, die ihre Loyalität und fortdauernden Einsatz im globalen Süden nachweisen können, aber wahrscheinlich mit einer größeren Kontrolle durch den Kreml", hieß es in der Mitteilung.

Offiziell sind Privatarmeen in Russland verboten. Prigoschins Wagner-Truppe hat aber schon in Syrien und mehreren afrikanischen Staaten militärische Aufträge erfüllt, bei denen der Einsatz regulärer russischer Soldaten zu heikel war. Im Krieg gegen die Ukraine trat Wagner ganz offen auf. Prigoschin durfte sogar zeitweise in Straflagern Häftlinge für seine Truppe anwerben. Erst nach immer wieder geäußerter Kritik des Wagner-Gründers an der Moskauer Militärführung wurde ihm dies untersagt.

Nach dem Abzug seiner Truppen aus der Ukraine - dort hatten sie nach verlustreichen Kämpfen die Stadt Bachmut erobert - probte Prigoschin einen Aufstand gegen die russische Militärführung, der scheiterte. Er kam bei einem Flugzeugabsturz im August unter noch ungeklärten Umständen ums Leben.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.