Die Füchse Berlin kommen rechtzeitig zum Endspurt in Bestform. Nach dem 33:29-Coup in Flensburg und dem siebten Sieg in Serie wollen die Berliner im Heimspiel gegen die HBW Balingen-Weilstetten die Qualifikation für die European League perfekt machen.

 „Für uns heißt es in der kurzen Zeit, schnellstmöglich den Schalter umzulegen. Zuhause dürfen wir keine Punkte lassen“, sagte Füchse-Trainer Jaron Siewert vor dem Heimspiel am Samstagabend. 850 Zuschauer dürfen dann in die Max-Schmeling-Halle kommen.

Dabei reicht den Füchsen bereits ein Zähler, um den fünften Platz, der noch das internationale Geschäft einbringt, abzusichern. Als Mannschaft der Stunde dürfen die Berliner bei einem Zähler Rückstand drei Spieltage vor Schluss sogar weiter von Platz vier träumen, den die Rhein-Neckar Löwen einnehmen.

Die Füchse planen zunächst mit 500 und zum Saison-Abschluss mit 1000 Zuschauern (Foto: picture alliance/dpa)
Im vorletzten Heimspiel gegen Balingen dürfen 850 Fans in die Max-Schmeling-Halle. Noch sind Tickets zu haben (Foto: picture alliance/dpa)

„Es wäre gelogen, wenn man sagt, man kuckt da gar nicht hin. Der bessere Weg ist aber, sich auf sich selbst zu fokussieren und seine Hausaufgaben zu machen. Und dann zu hoffen, dass der Gegner patzt“, sagte Füchse-Kapitän Paul Drux.

Motivation zieht das Team aus dem überraschenden Sieg in Flensburg am Donnerstagabend. Die Berliner dürften mit dem Coup Flensburg die Meisterschaft vermasselt haben. Die dürfte sich der nun der ewige Rivalen THW Kiel schnappen.

Lesen Sie auch

►Füchse glücklich nach Zuschauer-Rückkehr: „Das pusht extrem“

„Die letzten zwölf Minuten waren richtig stark. Wir haben die Hektik nicht angenommen, trotz der Temperatur und Stimmung einen kühlen Kopf bewahrt“, lobte Siewert sein Team. Für Flensburg war es zudem die erste nationale Heimniederlage seit über drei Jahren. „Das war ein richtig geiles Spiel“, freute sich deshalb auch Kapitän Paul Drux.

Trotz der Serie warnt Siewert nun vor den Süddeutschen aus Balingen-Weilstetten, die nur drei Punkte vor einem Abstiegsplatz liegen: „Eine Mannschaft, die schon für die eine oder andere Überraschung gesorgt hat. Momentan steht denen schon das Wasser bis zum Hals und sie müssen weiter kämpfen, um die Klasse zu halten. Aber das ist ihr Charakter, sie geben nie auf.“