Der Nahostfriedensplan von US-Präsident Donald Trump hat in Israel große Hoffnungen hervorgerufen. "Eine solche Gelegenheit ergibt sich nur einmal in der Geschichte und darf nicht verpasst werden", sagte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu. Er sei zuversichtlich, dass Israel vor einem "historischen Moment" stehe.

Auch der israelische Oppositionsführer Benny Gantz zeigte sich optimistisch. Der US-Friedensplan sei ein "Meilenstein", lobte Gantz. Der Plan könne es verschiedenen Akteuren im Nahen Osten ermöglichen, "endlich eine historische Vereinbarung" zu schließen.

Trump will seinen lange erwarteten Friedensplan für den Nahen Osten am Dienstag in Washington veröffentlichen. Direkt im Anschluss daran will er Netanjahu im Weißen Haus empfangen. Der US-Präsident lud auch Gantz nach Washington ein, ein Treffen der beiden ist nach Angaben des israelischen Oppositionsführers für Montag geplant.

Palästina lehnt Friedensplan kategorisch ab

Trump hat es zu einem seiner zentralen außenpolitischen Ziele erklärt, als Friedensstifter zwischen Israel und Palästina in die Geschichte einzugehen. Allerdings setzt er dabei auf eine enge Kooperation mit Israel. Die Palästinenser lehnen den US-Friedensplan kategorisch ab.

Der ökonomische Teil des maßgeblich von Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner erarbeiteten Friedensplans war bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht worden. Der Plan setzt auf massive Wirtschaftshilfen für die Palästinenser. Zudem sieht er eine Abkehr von der Zwei-Staaten-Lösung vor, die der zentrale Ansatz der internationalen Bemühungen um eine Lösung im Nahost-Konflikt ist.

In Israel findet am 2. März die bereits dritte Parlamentswahl binnen zwölf Monaten statt. Weder Netanjahu noch Gantz war es nach den beiden vorherigen Wahlen im April und September gelungen, eine neue Regierungsmehrheit zu bilden.