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Nahversorger in Stein schließt: Das sind die Gründe

Das wird die Bevölkerung in Geretsried-Stein hart treffen: Der einzige Nahversorger im südlichsten Viertel der Stadt wird schließen.

Geretsried – Im Gespräch mit unserer Zeitung nennt der Betreiber, die Penny-Markt GmbH mit Sitz in Eching, die Gründe für den Abschied aus Stein.

Penny betreibt in Geretsried insgesamt drei Filialen. Es gibt einen Discounter an der Böhmerwaldstraße, einen an der Sudetenstraße und einen in Stein. Dort ist die Kette am längsten ansässig: Seit über 24 Jahren versorgt der Supermarkt die etwa 2500 Steiner Bürger mit Artikeln des täglichen Bedarfs. Auch Sascha Lehmler kauft dort ein. Von der geplanten Schließung hat der 39-Jährige von einer Mitarbeiterin erfahren. „Ich find’s richtig blöd“, sagt der Vater von fünf Kindern.

Penny bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung die Pläne zur Schließung. Mit dem Ende der Mietvertragslaufzeit am 30. Juni 2020 soll die Filiale aufgegeben werden, so eine Sprecherin des Unternehmens, und zwar „aus wirtschaftlichen Gründen“. Geschlossen werden soll das Geschäft voraussichtlich Mitte Juni. Allen acht betroffenen Mitarbeitern habe Penny einen Arbeitsplatz in den umliegenden Filialen angeboten. Ein neuer Markt an anderer Stelle ist für die Kette kein Thema. „Die Versorgung unserer Kunden ist durch unsere beiden anderen Filialen in Geretsried auch weiterhin gewährleistet“, heißt es vonseiten des Supermarkts.

Vermieter der Einzelhandelsfläche am Steiner Ring ist die Baugenossenschaft Geretsried (BG). Dort bedauert man, „dass die Firma Penny den Standort Geretsried Stein dauerhaft aufgeben möchte“. Penny sei von Anfang an vor Ort gewesen. „Genau genommen wurde der Laden damals sogar in Zusammenarbeit mit der Firma Penny nach deren damaligen Wünschen und Bedürfnissen gebaut“, erklärt BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig, Aber man könne nachvollziehen, dass sich die Situation im Einzelhandel und in Geretsried in den vergangenen 30 Jahren „für viele Beteiligte geändert hat“.

Einen Nachfolger gibt es laut Selig noch nicht. Aber man sei in Gesprächen mit verschiedenen Interessenten. Der Laden hat eine Gesamtnutzfläche von 910 Quadratmetern, wobei auf die Verkaufsfläche im Erdgeschoss ein Anteil von gut 490 Quadratmetern entfällt. „Andere Pläne verfolgen wir mit der Fläche daher derzeit nicht.“ 

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Die Bewohner des Ortsteils werden ihren Penny vermissen. „Gerade für Personen ohne eigenen Pkw hat er das Leben leichter gemacht“, so Selig. Das kann Anwohner Lehmler nur bestätigen. Der Steiner findet die Entwicklung in seinem Ortsteil bedenklich. „Erst hat der Getränkemarkt zugemacht, dann die Sparkasse, und die Apotheke hat samstags auch nicht mehr auf.“

nej

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