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Neue Angriffe in Planung?: Kiew: Russland macht nur "Raketenpause"

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Silhouette einer X-47M2 "Kinschal" - ein russischer Hyperschall-Flugkörper.

(Foto: picture alliance / Pacific Press)

Die schweren russischen Angriffe auf ukrainische Infrastruktur sind abgeflaut - aus Sicht Kiews jedoch kein Grund zur Erleichterung. Man gehe lediglich von einer "Raketenpause" aus, heißt es vom ukrainischen Militärgeheimdienst. Russland plane jedoch bereits weitere Attacken.

Nach schweren Angriffen der vergangenen Wochen hat das russische Militär nach Erkenntnissen der ukrainischen Streitkräfte eine "Raketenpause" eingelegt. Allerdings nutze das russische Militär diese Unterbrechung zur Vorbereitung neuer massierter Angriffe, sagte Vadim Skibizki, Vertreter des ukrainischen Militärgeheimdienstes. Zum einen überprüfe die russische Seite, welche Ziele anzugreifen seien, zum anderen werde die Wirkung bisheriger Angriffe ausgewertet.

Darüber hinaus würden neue Raketen auf einen Einsatz vorbereitet, sagte Skibizki weiter. "Das braucht Zeit." Da Russland einen Großteil seiner gefechtsbereiten Raketen aufgebraucht habe, würden nunmehr Projektile, die noch zu Sowjetzeiten gebaut wurden, aus den Arsenalen geholt und aufbereitet. Viele dieser alten Raketen hätten entweder ihre Ziele überhaupt nicht erreicht oder seien schon während des Anflugs explodiert.

Dennoch setze Russland auch einige moderne Raketen aus der strategischen Reserve ein. "An den Bruchstücken und Trümmern erkennen wir, dass die Raketen in diesem Jahr gebaut wurden", sagte Skibizki. "Das heißt, sie gehen direkt vom Fließband in den Einsatz." Auch wenn die Produktionszahlen im Vergleich zur Vorkriegszeit deutlich zurückgegangen sei, baue Russland unter Umgehung der Wirtschaftssanktionen immer noch genügend Marschflugkörper und Waffen, die gegen die Ukraine eingesetzt würden. Die russischen Streitkräfte greifen seit einiger Zeit gezielt Objekte der energetischen Infrastruktur an, um mit dem Ausfall der Strom- und Wasserversorgung die ukrainische Bevölkerung unter Druck zu setzen.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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