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Neue Corona-Verordnung in NRW: Skilifte und Silvester-Sause tabu, aber Hotels für Weihnachtsgäste

Neue Corona-Verordnung in NRW : Skilifte und Silvester-Sause tabu, aber Hotels für Weihnachtsgäste

Keine große Silvester-Party, kein Ski-Zirkus und eingeschränkte Weihnachtsfreuden – immerhin ohne Polizei im Wohnzimmer. Die aktualisierte Corona-Schutzverordnung lässt auch in NRW wenig Platz für Vergnügen.

Jetzt ist es amtlich: Kein Ski-Urlaub im Sauerland, keine Böller-Partys an Silvester. Die am Montag veröffentlichte aktualisierte Corona-Schutzverordnung macht letzte Hoffnungen auf ein bisschen Vergnügen trotz Pandemie zunichte.

„Die Skilifte bleiben geschlossen“, kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf an. Zwar gelte die an diesem Dienstag in Kraft tretende Verordnung zunächst nur bis zum 20. Dezember. Er habe aber wenig Hoffnung, dass sich die Infektionslage bis dahin so gravierend ändere, dass die Regelung über Weihnachten wieder gelockert werden könnte.

Hart getroffen fühlen sich vor allem die Skilift-Betreiber im Sauerland, das im Winter ein beliebter Ferienort für Niederländer ist. „Unheimlich viele Menschen hier leben von und mit dem Wintertourismus. Da merkt man, dass sich überall Niedergeschlagenheit ausbreitet“, sagte Winterbergs Bürgermeister Martin Beckmann (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Auch Italien und Frankreich hatten zuvor bereits angekündigt, den Betrieb von Skiliften zu untersagen.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) meinte, da ja derzeit ohnehin keine Gaststätten öffnen dürften und keine Übernachtungen zu touristischen Zwecken in Hotels möglich seien, werde die Schließung der Skilifte wohl „nicht als nachteilig wahrgenommen“ - was Laumann mit einem ungläubigen Lachen quittierte. Skiliftbetreiber könnten die Hilfen beantragen, die auch anderen Freizeiteinrichtungen, die coronabedingt schließen müssten, zur Verfügung stehen, erklärte Pinkwart.

NRW bleibe dabei, dass Übernachtungen in Hotels bei Familienbesuchen über Weihnachten erlaubt bleiben sollen. „Dass nur diejenigen Leute sich besuchen können, die das Glück haben, Einfamilienhäuser zu haben, wo man vielleicht alles lösen kann, ist nicht meine Vorstellung von Gerechtigkeit“, betonte Laumann.

Für Menschen, die in kleinen Wohnungen lebten, seien „alle Alternativen schlechter“, als Familienangehörige zu Weihnachten im Hotel unterzubringen. Das habe die Corona-Schutzverordnung im Übrigen immer schon erlaubt - auch etwa bei Beerdigungen: „Ein Familienbesuch ist kein Tourismus.“

Das Kanzleramt hatte sich gegen eine solche Sonderregelung ausgesprochen. Für ihn sei diese sehr „deutsche“, aber nicht sehr tragfähige Debatte - auch aus Infektionsschutzgründen - nicht nachvollziehbar, sagte der Gesundheitsminister. Er befürchte auch keinen staatlichen Kontrollverlust: „Wenn alles geschlossen ist, was machen die dann?“, fragte er.

Musikfeste und ähnliche Kulturveranstaltungen bleiben laut Verordnung mindestens bis zum Jahresende untersagt. Auch der Freizeit- und Amateursportbetrieb in Fitnessstudios, Schwimmbädern und anderen öffentlichen wie privaten Anlagen bleibt unzulässig. „Ausgenommen ist der Individualsport allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes außerhalb geschlossener Räumlichkeiten von Sportanlagen“, heißt es dort.

In der Weihnachtszeit sollen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar 2021 höchstens zehn Personen zusammenkommen - Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht eingerechnet. Die empfohlenen Kontaktbeschränkungen sollen aber nicht mit Hilfe der Staatsgewalt in Privaträumen durchgesetzt werden. „Wir haben nicht vor, dass wir an Heiligband die Polizei in die Wohnzimmer schicken“, versicherte Laumann. Er gehe dennoch davon aus, dass sich die Menschen auch so an die coronabedingten Vorgaben halten werden.

Klare Kante gilt beim Jahreswechsel: „Silvesterpartys wie man sonst Silvesterpartys kennt, wollen wir nicht“, bekräftigte Laumann. In der Schutzverordnung heißt es ausdrücklich: „Zum Jahreswechsel 2020/21 sind öffentlich veranstaltete Feuerwerke untersagt.“ Die örtlich zuständigen Behörden sollen darüber hinaus die „Verwendung von Pyrotechnik auf näher zu bestimmenden Plätzen und Straßen“ verbieten, „für die ohne solche Untersagung größere Gruppenbildungen zu erwarten sind.“

Mit 67.600 aktuell Corona-Infizierten und einer Neuansteckungsquote von 147,5, gerechnet auf 100.000 Einwohner und sieben Tage, habe NRW zwar den Höchststand vom Novemberbeginn hinter sich gelassen, bilanzierte Laumann. Dennoch seien die Zahlen weiterhin zu hoch.

Es gebe aber keinen Grund für „Alarm-Stimmung“, versicherte Laumann. „Wir haben in allen Regierungsbezirken freie Betten.“ Landesweit gebe es derzeit noch 1270 freie Betten auf den Intensiv-Stationen - davon 812 mit Beatmungsmöglichkeit.

Corona-Schnelltests dürften nur durch medizinisches Fachpersonal vorgenommen werden, mahnte Laumann. „Wenn der Abstrich nicht gut gemacht wird, kann das Ergebnis nicht objektiv sein.“ Schnelltests seien keine frei handelbare Ware. Wer sich einen Test im Internet besorge, kenne die Qualität nicht.

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