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Neue Reisewarnungen vor den Herbstferien: Weitere Corona-Risikogebiete in der EU

Neue Reisewarnungen kurz vor dem Start der Herbstferien in NRW: Die Bundesregierung hat Regionen in 15 EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch beliebte Urlaubsziele.

Hamm - Die Herbstferien stehen kurz bevor, Urlaubszeit für die Deutschen. Nachdem viele aufgrund der Corona-Pandemie ihren Sommerurlaub stornieren mussten, hätten die kommenden Ferien eine zweite Chance sein können. Doch die Infektionszahlen in Europa schnellen in die Höhe. Das Reisen wird wieder schwieriger. Am 23. September hat die Bundesregierung Regionen in elf EU-Ländern auf die Liste der Risikogebiete setzen lassen. Weitere folgten nur zwei Tage später. Seit Mittwoch, 30. September, gilt ganz Belgien als Risikogebiet. Betroffen sind außerdem Provinzen in Kroatien, Portugal, Dänemark, den Niederlanden, Österreich und jetzt auch Luxemburg. Das Auswärtige Amt sprach für all diese Gebiete eine Reisewarnung aus.

Europäische Union
Einwohnerzahl447,1 Millionen
Bevölkerungsdichte102 Einwohner pro km²
Mitgliedstaaten27 Mitgliedstaaten

Risikogebiete vor den Herbstferien: RKI setzt beliebte Urlaubsregionen auf die Liste

Auf der aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) stehen jetzt 15 von 27 EU-Mitgliedstaaten, berichtet wa.de*. Damit ist mehr als jedes zweite EU-Land zumindest teilweise Risikogebiet - darunter einige Nachbarländer von Deutschland. Auch die Schweiz taucht mit den Kantonen Freiburg, Genf und Waadt weiterhin auf der Liste auf.

Diese Risikogebiete innerhalb der EU listet das Robert-Koch-Institut:

  • Frankreich: die Regionen Bretagne, Centre-Val de Loire und Normandie sind neu hinzugekommen, weitere Provinzen sind Auergne-Rhone-Alpes, Hauts-de-France, Île-de-France, Korsika, Nouvell-Aquitaine, Occitanie, Povenze-Alpes-Côte d‘Azur
  • Niederlande: die Provinz Utrecht (neu), außerdem Noordholland, Zuid-Holland
  • Belgien: das ganze Land
  • Luxemburg: das ganze Land
  • Österreich: die Bundesländer Vorarlberg und Tirol (neu), die Region Wien
  • Portugal: die Region Lissabon
  • Kroatien: die Gespanschaft Lika-Senj (neu), außerdem Brod-Posavina, Dubrovnik-Neretva, Lika-Senj, Požega-Slawonien, Šibenik-Knin, Split-Dalmatien, Virovitica-Podravina, Zadar 
  • Dänemark: die Region Hovedstaden mit Kopenhagen
  • Irland: die Region Dublin
  • Rumänien: der Kreis Covasna (neu), außerdem Bacău, Bihor, Brăila, Brașov, București, Caras Severin, Covasna, Iasi, Ilfov, Neamt, Prahova, Vâlcea, Vaslui
  • Slowenien: die Region Primorsko-notranjska
  • Tschechien: das ganze Land
  • Ungarn: die Region Györ-Moson-Sopron (neu), die Region Budapest
  • Spanien - ganz Spanien
  • Bulgarien - Blagoevgrad 

Das Auswärtige Amt hat für alle diese Gebiete auch eine Reisewarnung ausgesprochen - und das kurz vor den Herbstferien in NRW. Probleme, ihren Urlaub anzutreten, könnten auch Reisende aus deutschen Corona-Hotspots haben. So empfiehlt etwa die Stadt Hamm ihren Bürgern, sich genau zu informieren*, welche Bedingungen für ihre Reise gelten - auch wenn die im eigenen Land geplant ist. Hamm hat nach einem Ausbruch im Zusammenhang mit einer großen Hochzeitsfeier derzeit bundesweit die höchste Zahl an nachgewiesenen Neuinfektionen.

Risikogebiete in Europa: Österreich, Dänemark, Portugal und Frankreich betroffen

In Tschechien und Österreich sind Gebiete direkt an der Grenze zu Deutschland als Risikogebiete ausgewiesen worden. In Österreich sind das die beliebten Urlaubsregionen Vorarlberg und Tirol*, in Tschechien die Verwaltungsregionen Karlsbad (Karlovy Vary), Pilsen (Plzen), Liberec (Reichenberg) und Südböhmen an den Grenzen zu Bayern und Sachsen.

Der tschechische Außenminister Tomas Petricek sagte, die Entscheidung Deutschlands sei angesichts der Corona-Zahlen in seinem Land „verständlich“. Man habe in Verhandlungen mit Berlin Ausnahmen für Berufspendler, Lkw-Fahrer und Transitreisende erreichen können. „Wir verhandeln weiter über den sogenannten kleinen Grenzverkehr, also mögliche Ausnahmen für Menschen, die unmittelbar an der Grenze leben“, sagte der Sozialdemokrat.

In Dänemark ist die Region Hovedstaden um die Hauptstadt Kopenhagen betroffen. Dazu zählt außerdem die beliebte Ferieninsel Bornholm in der Ostsee*. In Irland ist nun die Region Dublin Risikogebiet, in Portugal der Großraum Lissabon. In Frankreich sind die Regionen Normandie, Bretagne und Centre-Val-de-Loire* hinzugekommen. Keine davon liegt an der Grenze zu Deutschland.

Neue Reisewarnung kurz vor den Herbstferien: Neues Risikogebiet in den Niederlanden

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen, berichtet auch Ruhr24*. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Unter den neuen Risikogebieten sind viele Urlaubsregionen. Das wird einige deutsche Urlauber hart treffen, denn am 12. Oktober beginnen die Herbstferien. Besonders für Bürger in NRW, denn das beliebte Reiseziel Niederlande hat neben Nord- und Südholland jetzt eine weitere Provinz als Risikogebiet erklärt bekommen: Utrecht*.

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie hatte das Auswärtige Amt am 17. März erstmals eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Geplanter Urlaub war erst einmal Geschichte.

Für mehr als 30 europäische Länder wurde die Reisewarnung Mitte Juni zunächst wieder aufgehoben, die ersten Urlauber machten sich auf den Weg. Schon nach wenigen Wochen mussten die Reisewarnungen für die ersten Länder aber wegen steigender Infektionszahlen wieder reaktiviert werden. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der EU-Länder betroffen. Spanien war lange der einzige Mitgliedstaat, der ganz zum Risikogebiet erklärt wurde - dort wird die Lage immer dramatischer*. Zum Teil werden ganze Wohngebiete abgeriegelt. Die pauschale Reisewarnung läuft zum 30. September zunächst aus* - so geht es ab Oktober weiter. - *wa.de und Ruhr24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa/dpa-tmn

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