Germany

Neurieder Krautgarten bekommt Zuwachs

Die Idee von selbst bewirtschafteten Gemüse-Parzellen funktioniert in Neuried seit zwei Jahren. Inzwischen gibt es eine Warteliste. Der Landverpächter möchte bald weitere Flächen zur Verfügung stellen.

Neuried– Am Waldrand, aber dennoch sonnig: Dieses Erfolgsrezept hat zur Beliebtheit des Neurieder Krautgartens beigetragen. Während sich die Pflanzen auf den ökologisch bewirtschafteten Parzellen über die besonnte Lage freuen, wurde im Schatten der Bäume eine Sitzfläche geschaffen, die alle Gartler zur Erholung nutzen können – inklusive Beerensträuchern zum Naschen für die Kinder.

Zusammenarbeit mit Verein „Wir in Neuried“

„Hier sieht man jeden Tag Leute, und manche kommen sogar morgens und abends, um ihre Fläche zu pflegen“, sagt Ben Wegscheider. Der junge Neurieder verpachtet die Fläche und hatte die Krautgarten-Idee zusammen mit dem Verein „Wir in Neuried“ (WIN) vor zwei Jahren aus der Taufe gehoben. Mittlerweile führt WIN, der als Unterverpächter fungiert, für die 30 bis 60 Quadratmeter großen Gärtchen sogar eine Warteliste.

Wegscheider will nun ein Ventil für die große Schar der Interessenten öffnen und eine angrenzende Fläche ebenfalls zum Krautgarten umwidmen. Dies allerdings mit drei Unterschieden: Die Parzellen im neuen Bereich werden größer, sie werden auf mehrere Jahre am Stück verpachtet und sie werden direkt von ihm verwaltet – ohne den Verein WIN als Zwischen-Organisator.

„Eigentlich sehe ich das als Zusatzangebot und nicht als Konkurrenz“, meint Wegscheider, der unterstreicht, dass ihm an einem harmonischen Miteinander mit WIN gelegen ist. Er schätzt, dass nur wenige der bisherigen Gartler an richtig großen Pflanzgärten interessiert seien.

Kaum Schneckenbefall

Dass die Anbauflächen so begehrt sind, erklärt sich zum einen durch die vielen Service-Angebote. So werden zum Beispiel Brennnessel-Sud gegen Schädlinge, Kompost zum Düngen und auch einige Gartengeräte für die Mitglieder in Bereitschaft gehalten, sodass man ohne viel Schlepperei losgarteln kann. „Schleppen muss man höchstens die Zucchini, die hier besonders groß werden“, sagt Wegscheider begeistert. Aber auch Bohnen und sogar Salate gedeihen, denn der Schneckenbefall halte sich durch den umlaufenden Blühstreifen in Grenzen.

Der zweite große Faktor für die Attraktivität des Krautgartens seien die Kontakte zwischen den Gartlern, die nicht nur Anbau-Tipps austauschten. Auch Freundschaften entstünden. Zusätzlich gebe es ein Suche-und-biete-Board im Bauwagen, wo übergroße Mengen an Feldfrüchten angeboten werden. Dadurch werde letztlich eine Komplettversorgung mit allen Sorten Gemüse möglich, selbst wenn man selber nur eine begrenzte Auswahl anpflanze.

Verpächter wird direkter Vertragsgeber

Wegscheider will an den Erfolgselementen – wie der rein ökologischen Bewirtschaftung – nicht rütteln, sondern sie auf der geplanten Extra-Fläche nur organisatorisch verändern. Dort werde er der direkte Vertragsgeber, die Parzellen würden 90, 120 oder gleich 150 Quadratmeter groß, und sie würden auf drei Jahre verpachtet. Dadurch werde es möglich, auch Beeren-Sträucher anzupflanzen, die im ersten Jahr meist noch nicht tragen. Außerdem könne er sich auch vorstellen, dass sich ein Freundeskreis zur Bewirtschaftung einer größeren Parzelle zusammentue. Der Pachtpreis werde sich im Rahmen von drei Euro pro Quadratmeter bewegen.

„Es wäre schön, bald von Interessenten zu hören, damit ich weiß, wie viel von der Fläche ich im Winter umfräsen muss“, meint Wegscheider. Gerade in Corona-Zeiten sei es ideal, eine Beschäftigung in der Natur zu haben und einige Gänge zum Einkaufen wegfallen zu lassen. „Tatsächlich war ich schon seit mehreren Wochen nicht mehr beim Gemüse-Kaufen, weil hier alles wächst“, bestätigt Brigitte Lindner aus Fürstenried und greift entschlossen nach der Gießkanne.

Kontakt: Interessenten für eine Parzelle erreichen Ben Wegscheider unter Telefon 0157/39 26 03 31 oder per E-Mail an b.wegscheider@gmx.de.

Andreas Bretting

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