Germany

Nicht als Infektionsherd aufgefallen: Fußball-Trainer: „Absurd“

Halle (Saale) -

René Behring nimmt die Sache mit Galgenhumor: „Wir brechen die Saison einfach ab und sind somit dank Quotientenregel der Aufsteiger“, scherzt der Trainer des VfL 96. Der hallesche Traditionsfußballverein ist gerade so gut unterwegs wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Seit dem 2:0-Derbysieg gegen Merseburg am vergangenen Wochenende stehen die Hallenser an der Spitze der fünftklassigen Oberliga, träumen vom Aufstieg in die Regionalliga.

Die Euphorie rund um das Stadion am Zoo ist riesig. Und droht nun zusammenzufallen wie ein schlecht geratener Kuchen. Oberligafußballer trainieren zwar im Schnitt viermal pro Woche, sie sind aber keine Profis. Daher dürfen sie im November wie alle Amateursportler weder im Team an ihren Fähigkeiten feilen noch spielen.

„Absurd“ findet das Behring und spricht damit tausenden Hobbyathleten im Land aus der Seele. Schließlich hatten die, fast immer ehrenamtlich, in ihren Vereinen Hygienekonzepte erstellt und diese in den vergangenen Wochen mit zusätzlichem personellen und finanziellen Aufwand umgesetzt. Als Infektionsherd ist der Sport daher nicht aufgefallen. Trotzdem ist der Breitensport, auch auf so gehobenem Niveau wie im Oberligafußball, nun wie schon im Frühjahr zum Stillstand gezwungen. Allein Individualsport wie Joggen ist noch erlaubt. „Das ist mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen“, zürnt Behring.

Der 43-Jährige bemüht sich trotz allen Frusts aber um Pragmatismus. „Es betrifft ja alle Mannschaften in der Oberliga“, sagt Behring über den Lockdown. Nach dem Spiel bei Rot Weiß Erfurt am Sonntag, Stand Donnerstag soll das noch stattfinden, will er sich Gedanken machen, wie er seine Kicker in den Novemberwochen einigermaßen in Form behält. Die vielerorts erprobten Rezepte aus dem Frühjahr: Individuelle Trainingspläne, Whatsapp-Gruppen, Videochats.

„Wir werden auch nach der Zwangspause wieder die Form abrufen, mit der wir es jetzt an die Tabellenspitze geschafft haben“, sagt Behring fast schon trotzig. Der „Lockdown light“ soll die sportlichen Träume nicht beenden. „Die wollen wir sportlich verwirklichen.“ An einen Saisonabbruch denkt Behring bisher nur im Scherz. (mz/fab)

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