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Noch vier Punkte zu Ryder Cup: Europa steht kurz vor großem Sieg über USA

Rory McIlroy und seine Europäer stehen kurz vor dem Gewinn des Ryder Cups.

Rory McIlroy und seine Europäer stehen kurz vor dem Gewinn des Ryder Cups.

(Foto: IMAGO/ABACAPRESS)

Europas Top-Golfer dominieren weiter: Beim 44. Ryder Cup fehlen nur noch vier Punkte zum Triumph. Die Titelverteidiger benötigen in Rom dagegen ein Wunder. Team Europa kann sich wieder auf grandiosen Teamgeist und emotionale Fans verlassen.

Der grandiose Teamgeist und die emotionalen Fans beflügeln Europas Golfstars. Rory McIlroy und Co. haben beim 44. Ryder Cup in Rom beste Chancen, die Trophäe von den US-Amerikanern zurückzuerobern. Vor dem Finaltag des prestigeträchtigen Kontinentalvergleichs im Marco Simone Golf & Country Club liegt das Team von Kapitän Luke Donald mit 10,5:5,5-Punkten gegen die Titelverteidiger aus den USA klar in Führung.

Die Europäer benötigen aus den abschließenden zwölf Einzeln am Sonntag nur noch vier Punkte zum Triumph. Der Herausforderer muss für den Sieg mindestens ein 14,5:13,5 erreichen. Das US-Team braucht dagegen 8,5 Punkte und ein Wunder. Bei einem 14:14-Remis würde der Titelverteidiger die Ryder-Cup-Trophäe behalten.

Auch am Samstagmorgen dominierten die Gastgeber das Geschehen auf dem Golfplatz vor den Toren Roms und gewannen drei der vier Vormittagsduelle. Dabei feierten die beiden Skandinavier Viktor Hovland (Norwegen) und Ryder-Cup-Neuling Ludvig Aberg (Schweden) im Foursomes-Format einen Rekordsieg gegen den Weltranglistenersten Scottie Scheffler und den fünfmaligen Majorsieger Brooks Koepka. Bei neun Punkten Vorsprung war das Match bereits nach elf gespielten Löchern für die Europäer vorzeitig entschieden. Scheffler hatte nach der herben Niederlage Tränen in den Augen.

Team USA mit gesundheitlichen Problemen

"Ich glaube, wir hätten es nicht viel besser machen können", sagte Hovland nach dem Erfolg gegen das prominente US-Duo und lobte zudem die Spielstärke seines Partners Aberg: "Er ist ein toller Kerl." Am Nachmittag starteten die US-Stars eine kleine Aufholjagd. Von den vier Duellen gewannen sie drei, ein Match ging an die Europäer.

Europas Stärke an den ersten beiden Tagen war wieder der so viel beschworene Teamgeist. Immer wieder feuerten sie sich lautstark an, klatschen sich ab und gaben einander Tipps. Die US-Amerikaner ließen diese Leidenschaft über lange Zeit vermissen. Erst am Samstagnachmittag zeigten sie etwas Emotionen. Allerdings wirkten einige Spieler wie Scheffler körperlich angeschlagen. US-Kapitän Zach Johnson hatte in der Pressekonferenz nach dem ersten Tag angedeutet, dass sein Team mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen habe. "Es wird ein bisschen herumgereicht, Caddies, Spieler", sagte Johnson. "Ich bin dankbar, dass wir einen Teamarzt haben."

Vor zwei Jahren hatte die US-Auswahl die Europäer in Whistling Straits im US-Bundesstaat Wisconsin mit dem Rekordsieg von 19:9-Punkten bezwungen. Allerdings liegt ein Erfolg des US-Teams auf europäischem Boden bereits 30 Jahre zurück.