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Otto-Konzern lässt Büros auf 15 Grad abkühlen und schließt ganze Gebäude im Winter

Die Hamburger Otto-Gruppe will im Winter große Teile ihrer Bürogebäude schließen, um Energie zu sparen. Das betriebseigene Gas-Blockheizkraftwerk in der Hamburger Zentrale soll sogar komplett runterfahren. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Die Temperatur in mehreren Büro- und Arbeitsgebäuden soll im Winter auf 15 beziehungsweise sechs Grad Celsius heruntergeregelt werden. „Aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen sind dort dann für ein halbes Jahr keine Arbeitsaktivitäten erlaubt“, erklärte das Unternehmen.

Bei der Paket-Tochter Hermes etwa sollen drei von vier zentralen Bürogebäude in Hamburg schließen. Die Büroarbeit werde dann auf geteilte Schreibtische im energieeffizientesten Gebäude konzentriert. Beim Otto-Versandhändler Witt werde die Beleuchtung der Räume runtergefahren. Elektrogeräte wie Kühlschränke, Kaffeemaschinen, Geschirrspüler würden vom Stromnetz genommen. Zudem will die Gruppe das warme Wasser und Leuchtreklame abschalten.

Besonders viele Büroflächen der Konzernzentrale in Hamburg würde man während der Winterferien heruntergekühlen lassen, also auch über Weihnachten und Neujahr. „Wer in dieser Zeit arbeiten muss, wird gebeten, dies nach Möglichkeit mobil – zum Beispiel von zu Hause aus – zu tun.“ Für Mitarbeiter, denen dies nicht möglich sei, stünden aber beheizte Arbeitsplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung, erklärte das Unternehmen.

Personalchefin Petra Scharner-Wolff betonte in der Mitteilung, neue Arbeitsformen und die Nutzung von Cloud-Software erleichtere die Umstellung – und bringe „neue Kreativität“: Wenn man in den Büros zusammenrücke, entstünden auch neue Konstellationen von Kollegen, die nun eine gemeinsame Fläche nutzen würden.

Auch andere Konzerne ergreifen Maßnahmen wegen befürchteter Energieengpässe. Dabei geht es auch darum, alternative Energiequellen zu nutzen. Henkel hat etwa angekündigt, eigentlich zur Schließung vorgesehene Kohlekessel an seinem Gas-Kraftwerk im Stammwerk Düsseldorf noch einmal zu ertüchtigen. Der Hamburger Dax-Konzern Beiersdorf hat frühzeitig Diesel-Generatoren beschafft und sieht sich so für mögliche Stromausfälle gerüstet.

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