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Pendeln ist Normalität: Mehr als 17.000 Menschen sind auswärts beschäftigt

Sangerhausen -

Im Landkreis Mansfeld-Südharz gab es zuletzt 41.939 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. 17.002 von ihnen hatten ihren Wohnsitz im Landkreis und pendelten zur Arbeit in andere Regionen, hieß es aus der Arbeitsagentur Sangerhausen. Das waren die sogenannten Auspendler. Auf der anderen Seite gab es 8.532 Arbeitnehmer, die zur Arbeit nach Mansfeld-Südharz kamen. Hier wird von Einpendlern gesprochen.

Während die Zahl der Auspendler im Vergleich zu 2018 nur gering gestiegen sei, nämlich um 19 Menschen, gab es bei den Einpendlern in den Landkreis ein deutliches Plus von 260. Noch stärker zeige sich diese Steigerung im Zehn-Jahres-Rückblick. Im vergangenen Jahr 2019 gab es 1.743 mehr Einpendler in unsere Region als 2009.

Viele Menschen pendeln nach Halle und in den Saalekreis

„Was uns als Region zugute kommt, ist unsere infrastrukturelle Lage. Die Autobahnanbindungen und die Nähe zur Wirtschaftsregion Halle-Leipzig sind wichtige Standortvorteile. Das erleichtert die Entscheidung zum Pendeln, “ sagt die Agenturchefin Martina Scherer.

Die „Top Drei“ der Auspendlerregionen waren Halle, wohin 2.936 Beschäftigte täglich fahren, der Saalekreis, in den 2.323 Beschäftigte pendeln und der Salzlandkreis mit 1.797 Beschäftigten aus Mansfeld-Südharz. Ähnlich verhält es sich bei den Einpendlern in den Landkreis. Aus dem Saalekreis sind das 1.453 Menschen, aus dem Salzlandkreis 1.292 und aus dem Kyffhäuserkreis 1.205.

Vor allem das verarbeitende Gewerbe lockte die Beschäftigten aus Mansfeld-Südharz in andere Gegenden. Allein 3.147 Pendler entfielen auf diese Branche unter anderem den Maschinenbau mit 543 Beschäftigten. Aber auch im Baugewerbe mit 2.056 Beschäftigten und im Handel mit 2.043 Beschäftigten waren die Auspendlerzahlen hoch.

Gestiegene Mobilität und Digitalisierung als Gründe fürs Pendeln

Bei den Einpendlern in den Landkreis gab es die meisten auswärtigen Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe (1.961), dem Handel (1.405) und dem Gesundheits- und Sozialwesen (1.237).

Um einer Arbeit nachzugehen und damit sein Auskommen zu sichern, sei Pendeln mittlerweile keine Ausnahme mehr, sondern eher die Normalität, so die Agenturchefin. Die Hauptgründe für das Pendeln sind die gestiegene Mobilität, die besseren Beschäftigungsmöglichkeiten und eine höhere Attraktivität der Arbeitsplätze im Vergleich zwischen Wohn- und Arbeitsort. Digitalisierung und vernetztes Arbeiten bieten dabei neue Möglichkeiten für individuelle Lösungen. Flexible Arbeitszeiten eröffnen eine bessere Balance von Arbeitszeit und Privatleben. (mz)