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Personalmangel hemmt Badespaß in Lohr

Das Lohrer Freibad soll bis spätestens Ende Juni öffnen. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Sicher ist jedoch: In der Badesaison 2020 wird vieles anders sein als gewohnt. Zum Teil wegen Corona, zum Teil aber auch wegen Personalmangel.

Während sonst an sonnig-heißen Tagen teils über 2500 Badegäste ins Lohrer Freibad kommen, dürfen sich dort heuer wegen der Corona-Umstände zunächst nicht mehr als 250 zeitgleich tummeln. Daneben wird das Bad an den meisten Tagen auch nur fünf Stunden geöffnet haben. Darüber hinaus wurden am Mittwochabend im Stadtrat etliche weitere Einschränkungen dargestellt.

Mal morgens, mal nachmittags

Demnach wird das Bad im tageweisen Wechsel entweder von 9 bis 14 Uhr oder von 15 bis 20 Uhr geöffnet haben. Lediglich am Wochenende soll es womöglich zwei Schichten pro Tag geben. Zwischendurch würde das Bad dann für eine Stunde für eine Desinfektion geschlossen.

Grund für die Einschränkung der Öffnungszeiten ist jedoch nicht Corona, sondern fehlendes Personal. Von drei Fachangestellten für Bäderbetriebe sind derzeit zwei ausgefallen. Die Aussichten kurzfristig Ersatz zu finden, sind offenbar nicht allzu groß. Der Personalmangel wurde auch als Grund dafür genannt, dass das Lohrer Freibad erst mit Verzögerung öffnet, während beispielsweise die Bäder in Frammersbach und Gemünden bereits offen sind.

Deutliche Einschränkungen

Doch auch die Corona-Pandemie und das ihr geschuldete Hygienekonzept bringen deutliche Einschränkungen, unter anderem diese:

• Im Schwimmerbecken dürfen maximal 30 Schwimmer sein. Für sie gilt eine durch Trennleinen festgelegte Einbahnregelung

• Im Nichtschwimmerbecken sind höchstens 30 Badende zugelassen, im Planschbecken 16.

• Auf dem Sprungturm darf immer nur eine Person sein, auf der Treppe zur Rutsche müssen sieben Stufen Abstand eingehalten werden. Aufgrund des Personalmangels können Rutsche und Sprungturm immer nur im Wechsel geöffnet werden.

• Die Liegewiese wird nur teilweise geöffnet, auch Volleyball- und Fußballfeld bleiben gesperrt, nicht jedoch der Spielplatz.

• Die Duschen bleiben geschlossen, Umkleiden im Freien stehen zur Verfügung.

Für den Kauf von Eintrittskarten ist eine Reservierung über das Internet nötig. Diese ist frühestens drei Tage vor dem Badbesuch möglich. Die Karten werden dann an der Kasse verkauft.

Einen Direktverkauf von Tickets an der Kasse ohne vorherige Reservierung via Internet soll es nur in sehr eingeschränktem Rahmen geben. Da von jedem Besucher die persönlichen Daten digital erfasst werden müssen, könnte sich ansonsten eine Schlange bilden, was ein Infektionsrisiko darstelle, so die Begründung der Verwaltung. Sobald ein Besucher das Bad verlässt, soll im Internet wieder ein Ticket freigeschaltet werden.

Kein Spaßfaktor mehr

Angesichts all der Auflagen fragte Brigitte Riedmann (Freie Wähler) sich, "wo da der Spaßfaktor bleibt" und ob es nicht besser gewesen wäre, das Bad in diesem Jahr ganz geschlossen zu lassen. Matthias Schneider (CSU) monierte, dass der Stadtrat nicht in die Entscheidung eingebunden gewesen sei, schließlich gehe es auch um die Frage, ob man das vermutlich höhere Defizit verantworten könne.

Bärbel Imhof (Grüne) sagte hingegen, dass die Kosten in diesem Fall "kein Argument sein" dürften. Auch Franklin Zeitz (Bürgerverein) sprach davon, dass es ein "Unding" wäre, wenn die Stadt das Bad nicht öffnen würde. Angesichts der großen Liegewiese könne man sogar noch mehr Besucher reinlassen. Uli Heck (Freie Wähler) sagte, dass es weder Stadtrat noch Bürgermeister "politisch aushalten könnten, wenn das Bad nicht geöffnet würde". Torsten Ruf (ÖDP) hielt den Aufwand für die Organisation all der Auflagen im Badbetrieb für überzogen: "Wir haben im Landkreis kein Corona", sagte er angesichts der niedrigen Zahlen.

Kein Spielraum

Bürgermeister Mario Paul erklärte, dass man sich in der Verwaltung intensiv zum Für und Wider einer Badöffnung beraten habe. Das Bad geschlossen zu lassen, sei keine Option. Für viele Menschen falle in Corona-Zeiten der Urlaub aus. Die Öffnung des Freibads sei "eine Abwechslung im tristen Corona-Alltag".

Die Hygieneauflagen resultierten aus Vorgaben des Freistaats, so Paul, hier gebe es keinen Spielraum. Die Stadt versuche einen "Balanceakt zwischen Badespaß und wirtschaftlichem Handeln". Welche Auswirkungen die besonderen Umstände auf das Freibad-Defizit haben, ist laut Verwaltung noch nicht absehbar.

Abschließend stellte Paul klar, dass die Stadt verantwortlich für das Einhalten der Hygieneregeln sei, dabei aber zunächst auf die Eigenverantwortung der Besucher setzen wolle. Man werde beobachten müssen, ob das klappt. Wenn die Badegäste vernünftig seien, so Paul, könne man die zulässige Besucherzahl ausweiten.

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