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Plötzlich die Nummer eins - Das neue Söder-Wunder

Es ist DIE Überraschung im neuen INSA-Politiker-Ranking!

Ausgerechnet Markus Söder (55), CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident, ist aktuell Deutschlands beliebtester Politiker (45,7 Punkte, +3) – vor Außenministerin Annalena Baerbock (41, Grüne) mit 44,1 Punkten (+/-0) und NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (47), der auf 43,8 Punkte kommt (+2).

Wie erklärt INSA-Chef Hermann Binkert (57) das Söder-Wunder? Binkert zu BILD: „Söder ist wieder mehr ins Blickfeld gerückt. Er bemüht sich um mehr Aufmerksamkeit – und bekommt sie auch.“

Hauptgrund für Söders Zugewinn sei aber die schlechte Performance der Bundesregierung. Wegen der Ampel-Krise werde Söder nun wieder, „anders als in der Vergangenheit, als Oppositionspolitiker im Bund wahrgenommen“.

Wichtig: Auch innerhalb der Unions-Anhängerschaft führt Söder das Beliebtheitsranking mit 64,9 Punkten vor CDU-Chef Friedrich Merz (61,7 Punkte) und Wüst (55,1 Punkte). Binkert: „Er gilt bei vielen immer noch als möglicher Unions-Kanzlerkandidat neben Friedrich Merz, Hendrik Wüst und Daniel Günther.“

Söder profitiere auch davon, dass er über die Jahre gesehen länger am Stück politisch aktiv sei als Merz. Seine Bekanntheit sei höher. Tatsächlich hat Merz im Ranking noch nie vor Söder gelegen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der Politikwissenschaftler und CSU-Kenner Heinrich Oberreuter. Er sagte BILD: „Für mich ist die Söder-Renaissance nicht leicht erklärbar. Hauptgrund könnte der lavierende Umgang der Ampel mit den energiepolitischen Herausforderungen sein. Markus Söder hat das ja immer wieder wie kaum ein Zweiter angeprangert. Die Leute glauben, dass diese Probleme sie sehr bedrängen können und nehmen die Regierung als zu zögerlich wahr.“

Und weiter: „Söder hat den starken staatlichen Eingriff bei den Energiepreisen seit Wochen gefordert. Merz vielleicht auch – aber er muss sich aus Sicht der Leute erst weiter in der Politik vertraut machen. Söder hat eine lange Profilierungsphase hinter sich, in der Merz noch in der Privatwirtschaft war. Außerdem ist er als Amtsträger konsequent als Macher präsent. Merz kann sich nur über Reden im Bundestag profilieren.“

Dazu passt, dass jetzt eine absolute Mehrheit der Bürger (71 %) den Umgang der Bundesregierung mit der aktuellen Energiekrise als „schlecht“ einstuft. Nur ein Fünftel (20 %) bewertet die Politik laut einer INSA-Umfrage im Auftrag des NetZeroTech-Unternehmens PYREG als gut. Diese Lage spielt Klartext-Söder in die Hände.

Doch Historiker Prof. Andreas Rödder (55, Uni Mainz) analysiert: „Die Qualität eines Politikers erkennt man an der Verfolgung nachhaltiger Politik, nicht am Schielen auf Popularitätswerte. Der heutige Spitzenplatz für Söder sagt nichts aus über die Kanzlerkandidatur 2025.“