Germany

Polizei spricht von vier Todesopfern in Trier

Ein Polizeifahrzeug steht am Abend in der weihnachtlich beleuchteten Simeonstrasse in Trier. Am Nachmittag war ein Mann mit einem Auto durch die Fußgängerzone gefahren und hat dabei vier Menschen getötet und mehrere verletzt.

Ein Polizeifahrzeug steht am Abend in der weihnachtlich beleuchteten Simeonstrasse in Trier. Am Nachmittag war ein Mann mit einem Auto durch die Fußgängerzone gefahren und hat dabei vier Menschen getötet und mehrere verletzt. (Harald Tittel/dpa)

Bei der Fahrt eines Sportgeländewagen durch die Innenstadt von Trier sind nach neuesten Erkenntnissen der Polizei vier Menschen getötet worden, darunter ein Kleinkind. Mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt.  Hinweise auf einen politischen Hintergrund lagen zunächst nicht vor. 

Beamte nahmen einen 51 Jahre alten Deutschen aus dem Kreis Trier-Saarburg fest und stellten den Wagen sicher. Der Mann saß nach derzeitigem Ermittlungsstand alleine im Fahrzeug. „Die Befragung des Verdächtigen läuft“, sagte ein Behördensprecher. Der 51-Jährige könnte psychisch krank sein. Es gebe Anhaltspunkte für ein psychiatrisches Krankheitsbild, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen am Dienstag in Trier. Ein Arzt habe den Mann begutachtet, es werde vermutlich ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Keine Anhaltspunkte gebe es für ein „irgendwie terroristisch geartetes“, politisches oder religiöses Motiv.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sprach am Abend von einem „schlimmen und schrecklichen Tag“, ein Baby sei aus dem Leben gerissen worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Tatverdächtige um 13.45 Uhr aus Richtung Basilika kommend über den Hauptmarkt in Richtung Porta Nigra gefahren. Dabei habe der Fahrer laut Polizei offenbar „wahllos“ Menschen angefahren. Er sei „vier Minuten nach Ersthinweis“ festgenommen worden, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) Abend vor Ort. Wie viele Opfer es genau gab, war zunächst unklar.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sprach im Interview mit dem SWR von einem „Amokfahrer in der Innenstadt“. Er sei nach dem Vorfall durch die Innenstadt gelaufen. „Es war einfach nur schrecklich." Augenzeugen berichteten, dass am Ort des Vorfalls nahe der Porta Nigra Menschen durch die Luft geschleudert worden seien. „Was in Trier geschehen ist, ist erschütternd“, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. „Die Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer, bei den zahlreichen Verletzten und bei allen, die in diesem Moment im Einsatz sind, um die Betroffenen zu versorgen.“ 

Mitten an einem ganz normalen Tag seien Menschen aus dem Leben gerissen worden, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Das ist einfach sehr schlimm für uns alle“. Sie sei mit ihren Gedanken bei den Verletzten und Schwerverletzten und hoffe und bete, dass sie überlebten und gesundeten.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) drückte den Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. „Meine Anteilnahme gilt den Angehörigen der Menschen, die so jäh und gewaltsam aus dem Leben gerissen wurden. Ich denke aber auch an diejenigen, die zum Teil schwere Verletzungen erlitten haben und wünsche ihnen viel Kraft.“

Neben Rettungskräften aus der ganzen Region war auch ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz. Der ADAC schickte Rettungshubschrauber, ein Verletzter wurde nach Wittlich geflogen. Große Teile der Innenstadt waren abgesperrt. Nach der Festnahme bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung, teilte die Polizei am Nachmittag mit.

Die rheinland-pfälzischen CDU-Politiker Julia Klöckner und Christian Baldauf äußerten sich schockiert und betroffen. Sie seien erschüttert über die „Amokfahrt“, teilten die CDU-Landeschefin und der CDU-Landtagsfraktionschef mit. „Unsere Gedanken sind bei den Verletzten vor Ort. Wir trauern mit den Angehörigen der Toten“, erklärten sie. „Wir danken den Helfern und Rettungskräften für ihre Arbeit. Jetzt gilt es die weiteren Ermittlungen abzuwarten.“

Im Februar hatte im nordhessischen Volkmarsen ein 29 Jahre alter Deutscher sein Auto absichtlich in die Menge gesteuert. Dutzende Menschen wurden verletzt. 2019 hatte ein 50-Jähriger in Bottrop in der Neujahrsnacht gezielt Menschen angefahren. Er wurde in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen. In Münster war 2018 ein Mann mit seinem Campingbus in eine Gruppe gerast, es gab fünf Tote. Der Täter erschoss sich, die Ermittler gehen von einer psychischen Erkrankung aus.

+++ Dieser Artikel wurde um 19.28 Uhr aktualisiert +++

Football news:

Gasperini über Miranchuk: er Hat eine gute Technik, aber Atalante braucht Schärfe im Angriff. Ich bin mir sicher, dass er es uns geben wird
Der erste Fußballer, der für kryptowährung gekauft wurde, war Ex-Stürmer castigli Barral
Spielen auf Kunstrasen ist kein Fußball. Vor dem Spiel mit Cornell aus der 3. Liga äußerte sich Barcelona-Trainer Ronald kouman besorgt, dass er im spanischen Pokalspiel mit Cornell aus der 3.Liga auf Kunstrasen spielen muss
APL stimmte für die Einführung von zwei Ersatz aufgrund von Gehirnerschütterungen
Klopp über das 0:0 gegen Manchester United: Keine Katastrophe, kein ideal. Liverpool - Trainer Jürgen Klopp hat seine Meinung zum Gewinn der englischen Meisterschaft geteilt
Ronald kouman: ich Hoffe, dass die Disqualifikation von Messi verkürzt wird. Ich denke, es gibt etwas zu bestreiten
Arsenal hat den Vertrag mit Sokratis gekündigt