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Rakete explodiert – und alle sind zufrieden

Start der Falcon-9-Rakete auf dem Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida Bild: Reuters

Normalerweise bedeutet die Explosion einer Rakete nichts Gutes, diesmal aber war die Zerstörung gewollt. Das von Elon Musk geleitete Raumfahrtunternehmen SpaceX testete zum letzten Mal ein Transportsystem für Nasa-Astronauten.

Eine Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX ist bei einem Test kurz nach dem Start in Cape Canaveral in einem großen Feuerball explodiert – doch die Mission war ein voller Erfolg. Bei dem Test am Sonntag simulierte SpaceX ein Notfall-Rettungssystem seiner „Dragon“-Kapsel. Es soll ein letzter und gelungener großer Test gewesen sein, bevor auch Astronauten an Bord sollen.

Etwas mehr als eine Minute nach dem Start, genau 84 Sekunden, spaltete sich die Raumkapsel mit zwei mit Sensoren ausgestatteten Dummies an Bord, die die im Notfall auszuhaltenden Fliehkräfte messen sollten, falls die Besatzung sich von einer explodierenden Rakete durch ein Fluchtsystem in der Kapsel retten müsste, ab und katapultiere sich weg von der Trägerrakete, die anschließend mit Absicht zur Explosion gebracht wurde. Anschließend fiel das Modul wieder zurück Richtung Erde, große Fallschirme bremsten es. Etwa neun Minuten nach dem Start landete die intakte Kapsel im Atlantik.

SpaceX-Chef Elon Musk sprach der „New York Times“ zufolge von einer „bildschönen, perfekten Mission“. Damit sei nun der Weg geebnet für den ersten bemannten „Dragon“-Flug zur Internationalen Raumstation ISS in den kommenden Monaten. Diesen sollen die beiden Nasa-Astronauten Douglas G. Hurley und Robert L. Behnken antreten, voraussichtlich zwischen April und Juni dieses Jahres. Der von der Nasa zuständige Beobachter, Jim Bridenstine, sprach von einem weiteren erstaunlichen Meilenstein für das Projekt.

SpaceX und Boeing wurden von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa damit beauftragt, Weltraumfähren für Astronauten zu bauen. In diesem letzten Test nun wurde der Notfallplan durchgegangen. Im vergangenen Monat gab es beim „Starliner“ von Boeing bei einem wichtigen Test allerdings Probleme: Die unbemannte Kapsel gelangte nach dem Start in eine falsche Umlaufbahn und konnte deshalb nicht zur ISS reisen. SpaceX muss sich hingegen Kritik stellen, die geplanten Starlink-Satelliten verstießen gegen amerikanisches Umweltrecht.

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