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Russland-Ukraine-News: Ex-Nato-General sieht noch keinen Wendepunkt im Krieg

Egon Ramms bei einer TV-Talkshow im September 2022

Egon Ramms bei einer TV-Talkshow im September 2022

Foto: IMAGO/Jürgen Heinrich

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Das Wichtigste in Kürze
  • Es sei noch zu früh, um von einem »Zusammenbruch« der russischen Front zu reden, warnt Ex-Nato-General Egon Ramms. »Die Russen haben noch genügend Kräfte in der Ukraine.«

  • Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Duma, Andrej Kartapolow, hat die Armee aufgefordert, »mit dem Lügen« über den Militäreinsatz in der Ukraine aufzuhören. »Unser Volk ist nicht dumm.«

  • Das britische Außenministerium sieht Russland in der Region Cherson in einem strategischen Dilemma: Ein Rückzug hinter den Dnipro würde die Truppen schützen, aber auch Gesichtsverlust bedeuten.

  • Putin befördert »Bluthund« Kadyrow, Ukraine will Fußball-WM ausrichten: Das geschah in der Nacht.

Ex-Nato-General Egon Ramms sieht noch keinen Wendepunkt im Krieg

11.35 Uhr: Der ehemalige Nato-General Egon Ramms warnt davor, Russlands Militär zu unterschätzen. Es sei noch zu früh, um von einem »Zusammenbruch« der russischen Front zu reden, sagte Ramms gegenüber dem ZDF  . »Die Russen haben noch genügend Kräfte in der Ukraine.« Diese könnten die Front auch wieder stabilisieren. Es werde daher noch viele Kampfhandlungen geben, die viele Menschenleben kosten, erklärte der Ex-General weiter.

Die russischen Truppen seien schlecht versorgt, die Logistik unterbrochen. Möglicherweise würden ihnen daher die Voraussetzungen fehlen, das Gefecht weiterzuführen. Die ukrainischen Soldaten würden derweil von den bereits gelieferten westlichen Waffen profitieren. Diese würden offenbar »die Ukrainer dazu befähigen, auch hinter die Kampflinien der russischen Seite zu wirken.«

Der Krieg laufe zum gegenwärtigen Zeitpunkt für die Ukraine positiv, diese müsse aber weiter vom Westen unterstützt werden. Doch Ramms warnt: »Ich möchte noch nicht von einem Wendepunkt reden, weil ich nicht weiß, was Putin möglicherweise noch ins Gefecht führt.«

Deutsche Truppen für Übung der Nato-Brigade in Litauen eingetroffen

11.29 Uhr: In Litauen sind Bundeswehr-Soldaten für die erste Übung der deutschen Nato-Brigade zum verstärkten Schutz des Bündnispartners eingetroffen. Mit einem Schiff wurden Truppenangehörige und Militärfahrzeuge des Jägerbataillons 413 Torgelow von Kiel über die Ostsee in das baltische EU- und Nato-Land verlegt. Nach der Ankunft im Hafen von Klaipeda machte sich das deutsche Truppenkontingent am Mittwochabend im Konvoi auf den Weg zum litauischen Militärstützpunkt Rukla, wie ein Bundeswehr-Sprecher mitteilte. Zuvor hatte sich bereits ein Vorauskommando per Flugzeug für das Manöver auf den Weg nach Litauen gemacht.

Nach Angaben der litauischen Armee werden insgesamt 250 Soldaten der deutschen Nato-Brigade mit Ausrüstung an der Militärübung »Fast Griffin« teilnehmen und mit litauischen Truppen üben. Es sei die erste gemeinsame Übung nach der im Juni erzielten Einigung über die Entsendung einer deutschen Brigade nach Litauen, hieß es in einer Mitteilung. Das Manöver soll am 7. Oktober beginnen.

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat die Nato einen verstärkten Schutz an der Ostflanke beschlossen. Deutschland soll dabei eine Kampftruppen-Brigade mit 3000 bis 5000 Soldaten für Litauen führen. Das deutsche Konzept sieht vor, Waffen, Munition und einen Führungsstab vor Ort zu stationieren. Dieser ist Anfang September in Rukla eingetroffen. Der größte Teil der Soldaten wird aber in Deutschland bereitgehalten.

Russischer Abgeordneter: Militär muss aufhören zu lügen

10.41 Uhr: Ein hochrangiger russischer Parlamentarier hat die Armee aufgefordert, »mit dem Lügen« über den Militäreinsatz in der Ukraine aufzuhören. »Das Volk weiß es. Unser Volk ist nicht dumm«, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der Duma, Andrej Kartapolow, am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. »Und es sieht, dass wir nicht bereit sind, ihm auch nur einen Teil der Wahrheit zu sagen.« Dies könne zu einem Verlust von Glaubwürdigkeit führen.

»Der Feind ist auf unserem Land. Alle Grenzdörfer in der Region Belgorod sind praktisch zerstört«, sagte der ehemalige Militärkommandeur auf dem Telegram-Kanal des russischen Propagandisten Wladimir Solowjow . »Wir erfahren dies von jedem, von Gouverneuren, von Kriegsberichterstattern. Aber die Berichte des Verteidigungsministeriums bleiben unverändert«, beklagte er.

Vizepremierminister Fedorov nennt Russland »terroristischen Staat«

10.22 Uhr: Mykhailo Fedorov, ukrainischer Minister für digitale Transformation und Vizepremierminister, hat Russland nach dem nächtlichen Angriff auf Saporischschja als »terroristischen Staat« bezeichnet. »Die russische Armee verliert auf dem Schlachtfeld, also terrorisiert sie die Zivilbevölkerung«, schrieb er auf Twitter . Fedorov teilte dabei Fotos von zerstörten Gebäuden. »So sieht das Zentrum von Saporischschja heute nach russischem Beschuss aus. Die ganze Welt muss erkennen, dass Russland ein terroristischer Staat ist.«

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Strack-Zimmermann in Kiew angekommen

10.08 Uhr: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestages, ist mit dem Nachtzug zu einem zweitägigen Besuch in Kiew angekommen. SPIEGEL-Redakteur Christoph Schult begleitet sie und wird unter anderem auf Twitter darüber berichten .

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Briten sehen russische Armee bei Cherson in einer Zwickmühle

8.52 Uhr: Der schnelle Vorstoß des ukrainischen Militärs der letzten Tage in der Region Cherson stellt die russischen Streitkräfte vor ein strategisches Dilemma. Das ist die Einschätzung aus dem täglichen Lagebericht des britischen Verteidigungsministeriums, der auf Geheimdienstinformationen beruht. »Russland steht vor einem Dilemma«, heißt es in dem Bericht. »Ein Abzug der Kampftruppen über den Dnipro würde die Verteidigung des restlichen Gebiets Cherson erleichtern.« Politisch notwendig sei es jedoch, zu bleiben und das Gebiet zu verteidigen.

Da Russland den Großteil seiner stark unterbesetzten Luftlandekräfte zur Verteidigung von Cherson einsetze, verfüge es nur über wenige zusätzliche, qualitativ hochwertige und schnell verlegbare Kräfte, um die Front zu stabilisieren, heißt es weiter. Daher sei zu erwarten, dass zeitnah mobilisierte Reservisten in diesem Gebiet eingesetzt würden. Der Bericht wurde auch auf Twitter verbreitet .

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Bundestagsabgeordnete plädieren für engere Kooperation mit Taiwan – auch wegen Ukraine

8.38 Uhr: Angesichts der Drohungen aus China sollten Deutschland und Taiwan ihre Zusammenarbeit nach Ansicht von Mitgliedern einer Bundestagsdelegation weiter vertiefen. Dies sei auch eine der Lehren aus dem russischen Einmarsch in der Ukraine: »Demokratien sollten sich gegenseitig unterstützen«, sagte Till Steffen, Grünen-Politiker und Mitglied der Delegation des parlamentarischen Freundeskreises für Taiwan. Deren fünftägiger Besuch ging heute zu Ende.

Amerikanisch-russisches Team fliegt zur ISS

8.33 Uhr: Kooperation in Krisenzeiten: Vier Astronauten haben erfolgreich ihren Weg zur Internationalen Raumstation angetreten. Es ist die erste gemeinsame Mission der Raumfahrtnationen Russland und USA seit Kriegsbeginn. Lesen Sie hier die ausführliche Meldung.

Reise ins Kriegsgebiet: Strack-Zimmermann will in Kiew weitere Panzerlieferungen ausloten

8.26 Uhr: FDP-Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann reist in die Ukraine. Dort will sie sich informieren, welche deutschen Panzer die Regierung in Kiew benötigt – und damit auch den Druck auf den Kanzler erhöhen. Lesen Sie hier die gesamte Meldung.

Medienberichte: USA vermuten offenbar »Teile der ukrainischen Regierung« hinter Dugina-Mord

8.20 Uhr: Bei einer Autobombenexplosion in Moskau starb im August die Tochter des radikalen Ideologen Alexander Dugin. Die Hintergründe sind ungeklärt. Laut US-Berichten vermutet Washington die Drahtzieher in Kiew. Lesen Sie hier die gesamte Meldung.

Zwei Tote bei Beschuss der Stadt Saporischschja

8.16 Uhr: Ein Angriff der russischen Streitkräfte hat in der ukrainischen Stadt Saporischschja in der Nacht mindestens zwei Menschen getötet, mehrere Wohnhäuser beschädigt oder zerstört und ausgedehnte Brände verursacht, sagte der Gouverneur der Region, Oleksandr Starukh, am frühen Morgen.

Eine Frau sei bei dem Beschuss ums Leben gekommen, eine weitere auf dem Weg ins Krankenhaus als Folge von sieben russischen Angriffen, schrieb Starukh in der Messaging-App Telegram. »Mindestens fünf Menschen liegen unter den Trümmern von Gebäuden«, sagte er. »Viele Menschen wurden gerettet. Unter ihnen ist ein dreijähriges Mädchen, um das Kind wird sich gekümmert. Die Rettungsaktion geht weiter.«

Was in der Nacht geschah: Putin befördert »Bluthund« Kadyrow, Ukraine will Fußball-WM ausrichten

8.04 Uhr: Ihm werden schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen – nun ist Tschetscheniens Machthaber Kadyrow in der russischen Armee aufgestiegen. Kiew bewirbt sich für ein Großevent. Und Cem Özdemir ist empört. Lesen Sie hier, was in der Nacht geschah.