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Scharfe Maßnahmen in NRW: Droht uns jetzt ein Party-Wochenende mit Exzessen?

Düsseldorf -

Nach dem Corona-Gipfel mit der Kanzlerin: Scharfe Beschränkungen gehören nun in die neue NRW-Corona-Schutzverordnung. Für NRW-Bürger steht also das vorerst letzte Wochenende mit geöffneten Restaurants, Bars, Diskos, Sport- und Freizeitstätten bevor. Droht nun ein Party-Wochenende mit Exzessen und stärkerer Virus-Ausbreitung?

Das NRW-Kabinett kam am Donnerstag, 29. Oktober 2020, zu Beratungen über die neuen Corona-Schutzmaßnahmen zusammen. Das Landeskabinett fasste bereits am frühen Donnerstagmorgen den Beschluss, die jüngste Bund-Länder-Vereinbarung zu übernehmen, wie ein Sprecher der Regierung bestätigte.

Strenge Corona-Regeln in NRW

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch, 28. Oktober 2020, einvernehmlich auf ein recht strenges Maßnahmenpaket geeinigt.

Das Kernstück der neuen Corona-Regeln ab 1. November: Einschneidende Kontaktbeschränkungen für die Bürger mit dem Herunterfahren fast aller Freizeitaktivitäten. So sollen unter anderem Kinos und Theater, aber auch Freizeitsportstätten, Hotels und Restaurants für den gesamten Monat November 2020 schließen. Auch für die traditionellen Martinsumzüge in NRW sieht es schlecht aus.

Neue Corona-Regeln ab 1. November in NRW: Laschet will Gesamtpaket

Ministerpräsident Laschet will das Gesamtpaket ohne Abstriche in die neue Corona-Schutzverordnung für NRW übernehmen. Da die bisherige Fassung bis zum 31. Oktober 2020 gilt und die Bund-Länder-Beschlüsse erst am 2. November greifen sollen, wird die alte Verordnung wahrscheinlich um einen Tag verlängert.

Am Freitag, 30. Oktober 2020, wird Laschet dann den Landtag in einer Sondersitzung ganz offiziell über die Gesamtlage und die Maßnahmen in NRW unterrichten.

Neue Corona-Regeln in NRW: Scharfe Beschränkungen sollen Risikogruppen schützen

Oberstes Ziel ist es, mit den scharfen Beschränkungen während des gesamten kommenden Monats die Welle steigender Corona-Infektionen vor der Weihnachtszeit zu brechen und besonders verletzliche Gruppen, wie Ältere und Pflegebedürftige, zu schützen. Eine spürbare Veränderung: In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen – insgesamt aber maximal zehn Personen. Von dieser Obergrenze werden auch größere Familien, die in einem Haushalt leben, nicht mehr ausgenommen. Das ist neu – auch für die Bürger in NRW.

Kitas und Schulen bleiben hingegen so lang es geht geöffnet – „wünschenswerterweise mit verbesserten Hygienekonzepten", hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betont. Über verbesserte Schutzmaßnahmen sollen die Länder entscheiden. Dazu hat Laschet bislang nichts Konkretes gesagt.

Letztes Wochenende vor neuen Maßnahmen: Drohen Party-Exzesse und Virus-Ausbreitung?

Wird es ein bedenkliches Corona-Wochenende geben? Schließlich wäre es möglich, dass sich das feiernde Volk in großen Gruppen trifft und so zu einer weiteren Ausbreitung des Virus beiträgt...

Das Innenministerium habe bislang keine Hinweise, dass wegen der bevorstehenden Verschärfung der Maßnahmen massenhaft exzessive Partys in NRW drohten. Das sagte ein Sprecher auf Anfrage. In den Städten, in denen Halloween traditionell eine große Rolle spiele, werde sich die Polizei, wie üblich, mit mehr Einsatzkräften wappnen. „Wir sind sicher, jede Polizeidienststelle behandelt das vor Ort mit der nötigen Sensibilität." (dpa/dok)

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