Germany

Sie proben, üben, planen: Theater-Intendant: „Das ist ein Albtraum“

Halle (Saale) -

Kinos und Museen: Alles dicht. An den Bühnen fällt der Vorhang. Oper, Schauspiel, Ballett: Nichts geht mehr. Wie erlebt Matthias Brenner, der Intendant des halleschen Schauspiels, die Situation? „Das ist natürlich alles ein Albtraum, an dem ich teilnehme“, sagt der 63-Jährige.

Denn: „Es ist alles richtig, was beschlossen wird und alles völlig falsch. Ob es überhaupt gelingen kann, Infektionsketten langfristig zu unterbrechen, sei dahingestellt. Aber nichts ist zur Zeit sicherer als ein Besuch im Theater oder Kino. In den letzten Monaten ist hier keinerlei Hotspot entstanden.“

Trotzdem fallen die Vorhänge. Das nimmt Brenner gerade noch hin. „Ich opponiere ja gar nicht gegen die Schließung des Spielplans, was soll ich auch tun?“ Aber wie geht es denn weiter? Nach dem November? „Es existieren bereits Ideen, die Häuser ganz zu schließen, auch den Probenbetrieb einzustellen. Das finde ich ganz gefährlich“, sagt Matthias Brenner. „Natürlich, wenn sich die Zahlen dramatisch erhöhen sollten, dann muss ich das Haus zumachen. Aber nicht jetzt.“

Denn auch wenn die Künstler nicht vor das Publikum treten, arbeiten sie in ihren Häusern. Sie proben, üben, planen. „Es gibt eine Riesenbereitschaft, den Betrieb aufrechtzuerhalten, auch um die eigene Existenz nicht in Zweifel zu ziehen“, sagt Brenner.

Am Donnerstag hat er sich eigens die Bundestagsdebatte zur Sache angeschaut. Die Debatte tobt auch in ihm selbst. „Es gibt das Sprichwort, da wohnen zwei Seelen in meiner Brust. Ich glaube, jetzt sind es vier oder fünf Seelen“, sagt er. Aber das steht für ihn fest: „Theater ist nicht nur ein Vergnügungsort, sondern es ist ein Ort der Bildung.

Der Impuls, die Schulen und Kindergärten offen zu lassen, ist richtig.“ Und wenn die Schüler nicht ins Theater kommen dürfen, will er die Künstler zu den Schülern schicken. „Wir versuchen, die Kontakte zu den Schulen zu verstärken, da zu sein, um etwas zu präsentieren.“ Darum gehe es: sichtbar bleiben, weiter arbeiten. Und zwar so, sagt Matthias Brenner, „dass wir den Spielbetrieb jederzeit nahtlos wieder aufnehmen können“. (ceg)

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