Ilmenau – Der Kampf um Leben und Tod schlaucht. Deshalb müssen sich Thüringens 50 000 Feuerwehrleute topfit halten. Doch wohl keiner quält sich für den Ernstfall so wie diese sechs Freiwilligen aus Ilmenau. Denn sie wollen die besten in Europa werden.

WIR TRAINIEREN WIE DIE FEUERWEHR!

Bei den „FireFit European Championships“ (14. bis 20. Juni) in Hannover kämpfen über 200 Teilnehmer um die Bestzeit bei einem in Kanada erfundenen Extrem-Parcourslauf. Um sich zu qualifizieren, üben die sechs Thüringer in der Grundschule Stützerbach.

Bepackt mit einem dicken Schlauch und Atemschutzgerät (30 Kilo) rennen sie in den dritten Stock, ziehen mit einem Seil 20 Kilo Material nach oben. Wieder unten angekommen, steigen sie auf die Hammerschlagmaschine „Keiser Force“.

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Jana Blümmert (23) lächelt dieAnstrengung weg, während sie den Löschschlauch schleppt

Foto: Johannes Krey

Damit wird ein Fensterdurchbruch simuliert. Nach einem 45-Meter-Slalom muss ein weiterer Schlauch gezogen und ein Ziel gelöscht werden. Wer danach noch stehen kann, rettet zum Abschluss eine 80-Kilo-Puppe ins Ziel.

KfZ-Meister Marco Juffa (42): „Nachdem ich das Rauchen aufgegeben hatte, brauchte ich eine neue Herausforderung. Denn leider habe ich eine Schwäche für Fleisch und Schokolade.“

Beim ersten Mal 2018 habe er dreieinhalb Minuten gebraucht. Für EM-Gold müsse er es unter zwei Minuten schaffen.

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Marco Juffa (42) zieht einen 20-Kilo-Schlauch 12 Meter nach oben

Foto: Johannes Krey

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Marco Juffas Sohn Philipp (10) rennt die Schultreppe hoch

Foto: Johannes Krey