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Germany

Sieg bei Debüt des neues Centers: Joey Dorsey macht den MBC gleich stärker

Vechta/Weissenfels -

Es dauerte keine zwei Minuten, da ließ es Joey Dorsey zum ersten Mal krachen. Per Dunking startete der 35 Jahre alte US-Center in sein erstes Bundesligaspiel für den Mitteldeutschen Basketball Club (MBC). Der Spielstand war zu diesem Zeitpunkt zwar noch ausgeglichen, das Signal jedoch bereits deutlich: Dieser 2,06 Meter große und 129 Kilogramm schwere Koloss will Weißenfels zum Erfolg führen.

Was am Samstagabend vor 3.140 Zuschauern auch gelang: Der Syntainics MBC konnte sich beim Debüt von Dorsey überraschend beim Play-off-Aspiranten Rasta Vechta durchsetzen. Mit dem feierte die Mannschaft von Cheftrainer Björn Harmsen den zweiten Saisonsieg. Und Joey Dorsey hatte daran tatsächlich einen entscheidenden Anteil – auch, weil er seine Mitspieler offensichtlich besser machte.

MBC krönt beachtliche Aufholjagd in Vechta

Die Verpflichtung des international erfahrenen Routiniers hatte in der vergangenen Woche für Aufsehen gesorgt. Dass ein Profi vom Kaliber eines Joey Dorsey, auch wenn etwas in die Jahre gekommen, nach Weißenfels wechselt, erschien als echter Transfer-Coup. Gegen Vechta durfte der Center dann auch gleich starten. Sein Arbeitszeugnis nach dem ersten Einsatz: 15 Minuten auf dem Parkett, sieben Punkte und sechs Rebounds, führender Spieler beim Syntainics MBC in dieser Statistikkategorie.

Es war ein sehr ordentliches Debüt, vor allem vor dem Hintergrund, dass Dorsey erst zwei Tage vor dem Vechta-Spiel zum Team gestoßen war. Natürlich: Manchmal wirkte der Center noch etwas fremd im Spiel des Syntainics MBC. Doch in seiner Viertelstunde auf dem Parkett war offensichtlich, dass Dorsey den Charakter der Mannschaft mit seiner kämpferischen Einstellung verändern kann – und zwar zum Positiven.

Nach dem ersten Viertel lagen die Gäste mit vier Zählern zurück (19:23). Bis zur Halbzeitpause konnte Vechta seinen Vorsprung sogar auf 13 Punkte (46:33) ausbauen. „Die erste Halbzeit war schlecht“, sagte MBC-Chefcoach Björn Harmsen. Aber: „Danach haben wir einen Weg gefunden, in das Spiel reinzukommen und vor allem in der Verteidigung besser funktioniert.“

Andrew Warren bester Werfer für Weißenfels

Auch ohne Dorsey auf dem Parkett startete der Syntainics MBC eine Aufholjagd, erzielte im dritten Spielabschnitt 14 Punkte mehr als die Gastgeber und eroberte die Führung. „Wir haben Mitte des dritten Viertels aufgehört, zu spielen“, bilanzierte ein angefressener Vechta-Trainer Pedro Calles.

In der Schlussphase bewies Joey Dorsey, dass er auch abseits des Parketts wertvoll sein kann: Der 35-Jährige, der in seinem Basketball-Leben schon so viel erlebt, mit so vielen großen Namen zusammengespielt hat, stand wie selbstverständlich beim abstiegsbedrohten Bundesligisten an der Bande und feuerte seine neuen Teamkollegen.

Joey Dorsey ist ein Vorbild an Mentalität

Er war ein Vorbild an Mentalität. Statistisch gesehen waren es jedoch andere, die beim Syntainics MBC vorangingen: Kapitän Andrew Warren war mit 19 Punkten bester Werfer, auch Kaza Kajami-Keane (14 Zähler), Johann Novak (13) und Strahinja Micovic (elf) punkteten zweistellig.

„Ich bringe viel Erfahrung und eine ausgeprägte Defensiv-Mentalität mit ins Team“, hatte Joey Dorsey nach seiner Vertragsunterzeichnung vergangene Woche gesagt. Und die Einstellung des Zugangs sowie die harte Trainingsarbeit der ersten Wochen unter dem neuen Cheftrainer Björn Harmsen führten dazu, dass Weißenfels so wenige Punkte kassierte wie nur einmal zuvor in dieser Bundesliga-Saison: Lediglich beim 104:83-Erfolg in Hamburg, dem bis zum Samstagabend einzigen Saisonsieg, war die Verteidigung noch besser gewesen.

Das ist für den Syntainics Mitteldeutschen Basketball Club der Schlüssel zum Erfolg – und soll es auch am kommenden Sonnabend im Auswärtsspiel bei den ebenfalls abstiegsbedrohten Bonnern sein. (mz)

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