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So kann man sich vor Einbrechern schützen

Gerade in der dunklen Jahreszeit sind Einbrecher wieder besonders aktiv. Denn sie sehen meist recht schnell, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Wie man Einbrüche verhindern kann, erklärten jetzt in Tölz zwei Polizisten.

Bad Tölz – Pünktlich zum Tag des Einbruchschutzes am 31. Oktober haben Kriminalhauptkommissar Simon Bräutigam von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Weilheim und Polizeiobermeisterin Maria Tretter von der Polizeiinspektion Bad Tölz im Tölzer Kaufland Interessierte beraten. „Der Einbruchschutz ist derzeit nicht in der Wahrnehmung der Bürger, da die Zahlen deutlich heruntergehen“, sagte Bräutigam. Denn wegen der Pandemie waren viele Menschen oft zu Hause – und die Einbrecher hatten weniger Gelegenheiten, sich unbemerkt Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen. Und doch geschieht im Schnitt bundesweit alle sieben Minuten ein Einbruch. Die Beamten geben daher auch dieses Jahr Tipps, wie sich Bürger einfach und doch wirkungsvoll schützen können: „Türen und Fenster unbedingt schließen, wenn man das Haus verlässt“, appelliert Bräutigam. Er rät, die vorhandenen Sicherungen am Haus sinnvoll zu nutzen, teuere Sicherungsmaßnahmen wie etwa Alarmanlagen seien nicht zwingend nötig. „Die Haustür sollte immer abgesperrt werden. Ist sie nur zugezogen, können Einbrecher sie innerhalb von Sekunden beispielsweise mit einem Stück einer PET-Flasche öffnen. Da hilft die tollste Sicherheitstür nichts.“

Licht anlassen, wenn man außer Haus ist

Als weitere Maßnahme empfiehlt der Kriminalhauptkommissar, Licht in der Wohnung anzulassen, wenn man außer Haus ist. Denn gerade im Herbst, wenn es früh dämmert, verrät ein unbeleuchtetes Haus direkt: Hier ist niemand zu Hause. „Aber nicht nur das Licht im Flur anmachen“, rät Bräutigam. „Das tun viele, aber niemand wohnt bei Flurlicht.“ Wichtig sei es deshalb, Wohnräume zu erhellen.

Bräutigam kennt die Vorgehensweise der Einbrecher. „Oft werden Bettelbanden vorgeschickt, die ausspionieren, wo sich ein Einbruch lohnen könnte. Die Einbrecher sind hauptsächlich osteuropäische Täterbanden.“ Wenn sie ein Haus ausgesucht haben, geht alles ganz schnell. „Einbrecher brauchen im Schnitt nur vier Minuten, bis sie mit der Beute wieder aus einem Haus raus sind“, weiß der Experte. „Wenn jemand in Eile ist und die Tür nur schnell hinter sich zuzieht, weil er denkt, ich bin sowieso in einer Viertelstunde wieder da, sind die Einbrecher schon lange wieder weg, bis derjenige zurückkommt.“

Polizei bietet persönliche Beratung zu Hause an

Die Polizei bietet auch eine persönliche Sicherheitsberatung bei Bürgern zu Hause an. Ein Beamter schaut sich dabei das Wohnhaus an und bespricht mit den Bewohnern anhand eines Protokolls, wo sie im Sinne eines besseren Einbruchschutzes nachbessern können. Das Angebot ist kostenlos.

Anders als bei den Einbrüchen verzeichnet die Polizei derzeit eine deutliche Zunahme im Bereich Trickbetrug. „Hier wollen wir gerade ältere Mitbürger warnen“, sagt Tretter. „Tagtäglich fallen Menschen auf Betrüger herein. Die Täter sind sehr glaubhaft“, so Tretter.

Jeder kann auf Trickbetrüger hereinfallen

Doch nicht nur ältere Menschen würden auf die Trickbetrüger hereinfallen, sagt Bräutigam. „Falsche Geldanlagen oder Gewinnversprechen bringen auch Jüngere um horrende Summen. Das betrifft wirklich alle Altersklassen.“ Deswegen sei es besonders wichtig, schon beim geringsten Zweifel tätig zu werden und die Polizei anzurufen.

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