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Germany

Song-Contest zu „Stille Nacht“

Deutschlands berühmtestes Weihnachtslied „Stille Nacht“ wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. Über die Jahrhunderte ist es auf vielfältige Weise interpretiert worden, kommt mal als Heavy Metal-Version, mal als Knabenchor oder als Pop-Song daher. Placido Domingo hat es ebenso gesungen wie Heino. Die Variationen will Eventmanager Manfred Franz aus Arnesvelde zum Geburtstag des Liedes noch um weitere ergänzen. Er ruft zum Song-Contest „200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!“ beim Großhansdorfer „Winterzauber“ auf, bei dem Musiker aller Richtungen ihre Version des Liedes präsentieren können. Die Teilnehmer treten am 22. Dezember in einer Amateur-Gruppe und in einer Profi-Gruppe gegeneinander an, eine Jury und das Publikum entscheiden über die Gewinner.

„Ich habe vor einigen Jahren mal einen Song-Contest im Niendorfer Hafen organisiert“, erzählt Franz, „damals hatte „La Paloma“ 150. Geburtstag.“ Der Erfolg war riesig, und die Band „Tüdelband“ setzte sich mit ihrer Interpretation noch vor Ina Müllers Band an die Spitze. „Als ich gesehen habe, dass „Stille Nacht“ dieses Jahr Geburtstag hat, hatte ich die Idee, das Format noch einmal anzubieten.“ Das richtet sich an alle, die Lust haben, „Stille Nacht“ auf ihre Weise vorzutragen. Rund zehn Anmeldungen liegen schon vor, und Manfred Franz wünscht sich noch viele weitere. „Eine Rockabilly-Band ist bereits dabei, eine spanische Künstlerin, das Feuerwehrorchester Großhansdorf oder eine Dudelsack-Band“, zählt Franz auf. Auch Kindergärten, Schulen und Chöre sind angesprochen, ihre Version des Weihnachtsliedes vorzustellen.

Orchester der Freiwilligen Feuerwehr Großhansdorf Quelle: privat

Mit dem 22. Dezember hat Franz sich für „Stille Nacht!“ die längste Nacht des Jahres ausgesucht. „Über die Darbietungen entscheidet eine Jury mit, die mit einem NDR-Mitarbeiter, einem Vertreter einer Hamburger Künstleragentur und mit einem Musikproduzenten besetzt ist“, kündigt Franz an. Dazu kommen Vertreter regionaler Einrichtungen. „Die zweite Jury ist das Publikum, das durch Beifall zeigt, wer der Sieger ist.“ Für die Profis gibt es Geldpreise, für die Amateure hat ein Sponsor Sachpreise zur Verfügung gestellt.

Zum Geburtstag des Liedes gibt es mittlerweile eine eigene Homepage im Internet (www.stillenacht.com). Demnach haben vor 200 Jahren der Salzburger Priester Joseph Mohr und der aus Oberösterreich stammende Lehrer Franz Xaver Gruber das Lied zum ersten Mal gesungen. Premiere war in der St. Nikola Kirche in Oberndorf bei Salzburg. Aus Joseph Mohrs Feder stammt das Gedicht. Vertont wurde es auf dessen Bitte hin von Franz Xaver Gruber, geschrieben war es zur Gitarrenbegleitung. Über Zillertaler Sängerfamilien habe sich das Lied schnell von Österreich nach Europa und in die Welt verbreitet. „Mittlerweile wird es in mehr als 300 Sprachen und Dialekten gesungen“, heißt es auf der Seite. An Stelle der alten Kirche findet man heute die Stille-Nacht-Kapelle, die an die Schöpfer des Liedes erinnert.

Die Sache mit der Maus

Angeblich soll das Lied zur Gitarrenbegleitung geschrieben worden sein, weil eine hungrige Maus den Blasbalg der Orgel angenagt hatte. Die Geschichte verbannen die Macher der Seite www.stillenacht.com in das Reich der Legenden. Dafür soll es wahr sein, dass sich in Joseph Mohrs Grab sein Leichnam befindet, aber nicht sein Schädel: Der war für ein Denkmal exhumiert worden und wurde später in der Stille-Nacht-Gedächtniskapelle eingemauert.

Eingebettet ist der Song-Contest in den weihnachtlichen Markt „Winterzauber“ vom 22. bis 24. Dezember am Eilbergweg in Großhansdorf. „Dabei werden hauptsächlich Essen, Getränke und Erlebnisse angeboten“, so der Organisator. Um 17 Uhr kommt täglich der Weihnachtsmann mit der Kutsche, ein Weihnachtskasper tritt auf, und um 22 Uhr schließt eine Feuershow den Abend. Der 22. Dezember steht im Zeichen des Song-Contests. Wer mit Gitarre, Flöte, Schlagzeug, a capella, Akkordeon oder ganz anderen Variationen mitmachen möchte, kann sich unter agentur@arnesvelde.de anmelden. Dort gibt es auch weitere Informationen.

Bettina Albrod

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